14:55 10 Dezember 2018
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    Deutsche Seenotretter unterschreiben Regeln für Mittelmeer-Einsätze

    © Foto: Sea Watch
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    Die deutsche Nichtregierungsorganisation „Sea Watch“ hat nach mehreren Monaten Verhandlungen einen Verhaltenskodex der italienischen Regierung unterschrieben, meldet die italienische Nachrichtenagentur ANSA.

    Mit den Regeln des so genannten Code of Conduct will Italien demnach die Einsätze zur Rettung von Migranten auf eine neue Grundlage stellen. Nun hätten sechs von acht Organisationen ihm zugestimmt, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Samstag in Rom.

    Der Kodex sieht unter anderem vor, dass die Organisationen Polizisten auf Anfrage mit an Bord ihrer Rettungsschiffe lassen und libysche Hoheitsgewässer meiden. Den Helfern werde untersagt, Ortungsgeräte abzustellen. Mit Lichtsignalen Schmuggler an der libyschen Küste zu ermuntern, Boote mit Migranten aufs Meer zu schicken, soll auch künftig explizit verboten sein.

    Mehr zum Thema: „No Way“-Politik: „Identitäre“ wollen Retter auf dem Mittelmeer überführen

    Neben der deutschen Organisation „Jugend Rettet“, gegen die in Italien wegen Begünstigung illegaler Migration ermittelt wird, weigert sich bislang auch die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ den Regeln zuzustimmen.

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    Tags:
    Seenot, Migranten, Sea Watch, Mittelmeer, Italien, Deutschland