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06:18 16 Oktober 2019
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    Telegram: Chatdienst lehnt Kooperation mit FSB ab – und muss Strafe zahlen

    © REUTERS / Dado Ruvic
    Politik
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    Ein Moskauer Gericht hat den russischen Messaging-Dienst Telegram zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er sich geweigert hat, dem Inlandsgeheimdienst FSB Informationen für die Entschlüsselung von Nachrichten zu übergeben. Das hat der Pressedienst des Gerichts mitgeteilt.

    Das Unternehmen muss 800.000 Rubel (etwa 12.000 Euro) zahlen. Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow ist bislang nicht von einer Sperre von Telegram die Rede.

    Telegram-Gründer Pawel Durow will ein Team von Juristen mit der Prüfung des Falles beauftragen und das Urteil anfechten.

    Ende September hatte Durow mitgeteilt, der FSB habe eine offizielle Beschwerde gegen das Unternehmen wegen der Verletzung der russischen Anti-Terror-Gesetze eingereicht.

    Mehr zum Thema: Der „heiße Draht“ des IS: Experte erläutert interne Terror-Kommunikation

    Früher oder später müsse Durow mit den Behörden zusammenarbeiten, sonst werde Telegram als Kommunikationsmittel aufhören zu existieren, äußere der Internet-Berater des russischen Präsidenten, German Klimenko. Kein Staat der Welt werde auf seinem Territorium anonyme Quellen dulden.

    Das Paket der Anti-Terror-Gesetze verpflichtet die Funkanbieter und Internet-Firmen in Russland dazu, die aufgezeichneten Gespräche, Textmitteilungen und Bilder drei Jahre lang aufzubewahren. Bei Bedarf sollen sie den zuständigen Sicherheitsbehörden zur Verfügung gestellt werden.

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    Tags:
    Internet, Messenger, Geldstrafe, Telegram, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Pawel Durow, Dmitri Peskow, Russland