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11:52 22 September 2019
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    leicht bewaffnete gepanzerte Kutter Gyurza-M-Klasse (Archivbild)

    Ukrainische Marine übt Nazi-Taktik: Kamikaze-Kutter gegen Russlandflotte - VIDEO

    CC BY-SA 4.0 / BalamoothKh / UkrNavy U175 Gurza-M (cropped a photo)
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    Die ukrainische Marine soll eine „neue“ Taktik erprobt haben, die im Ernstfall beim Kampf gegen russische Schiffe im Schwarzen Meer helfen kann, berichtet der Fernsehsender TSN. Eine kurze Recherche ergibt jedoch – die sogenannte „Rudeltaktik“ wurde schon zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges erprobt. Und zwar von der U-Bootwaffe von Nazi-Deutschland.

    Die am Sonntag im ukrainischen Staatsfernsehen ausgestrahlte Sendung berichtete von den derzeit vor der Hafenstadt Odessa stattfindenden Übungen der ukrainischen Marine.

    Da die ukrainische Marine nur aus leicht bewaffneten gepanzerten Kuttern (Gyurza-M-Klasse)  besteht, sei bei den Übungen nun eine „vollkommen neue“ Technik erprobt worden. Diese Technik heiße „Wolfsrudel“ und soll den wenigen ukrainischen Armeeschiffen helfen, auch gegen große russische Kriegsschiffe Erfolge zu erzielen.

    „Wenn das Wolfsrudel angreift, wird das russische Schiff nicht gleichzeitig sechs, fünf oder auch vier Ziele im Visier behalten können. Und das bedeutet, dass mindestens einer dieser gepanzerten ‚Wolfswelpen‘ den Feind erreichen wird. Jetzt werden wir sehen, wer wen kleinkriegt“, berichtet ein Korrespondent vor Ort.

    Mit der neuen Taktik erhofft sich das Kommando der ukrainischen Marine, bei einem gemeinsamen Einsatz mehrerer kleinerer Schiffe trotz Verluste einen Sieg gegen den überlegenen Feind zu erreichen.

    „Dies ist das erste und einzige abgeschlossene Marineprojekt der unabhängigen Ukraine, das es dem Feind nicht erlaubt, sich wie der Herr im Schwarzen Meer zu fühlen“, prahlt der Sender auf seinem Online-Portal.

    Dabei ist der Begriff Wolfsrudeltaktik bereits seit dem Zweiten Weltkrieg bekannt und von der deutschen U-Bootwaffe Nazi-Deutschlands breit angewendet worden. 

    Im August hatte Sergej Gaiduk, Vizeadmiral der ukrainischen Marine, die Ansicht geäußert, dass die ukrainischen Seestreitkräfte wegen der fehlenden staatlichen Marinepolitik in nächster Zeit Geschichte werden würden.

    Als Beispiel für eine erfolgreiche Politik führte Gaiduk die Schwarzmeerflotte Russlands an:

    „Von 2014 bis 2017 erhielt die Flotte zwei neue Fregatten mit Kalibr-Raketen an Bord, zwei kleine Raketenschiffe ebenfalls mit Kalibr-Raketen, vier U-Boote mit Marschflugkörpern an Bord sowie küstengestützte Schiffsabwehrraketenkomplexe. Dagegen werde die ukrainische Flotte bislang nur mit neuen Schnellbooten komplettiert.“

    Am 24. Juni wurde mitgeteilt, dass es der Ukraine nach der Wiedervereinigung Russlands mit der Schwarzmeer-Halbinsel Krim lediglich gelungen war, ein einziges Schiff – die Korvette „Winniza“ – zurückzubekommen. Wegen technischer Probleme ist das Schiff aber nicht seetüchtig. Die „Winniza“ befindet sich in Odessa und wartet auf ihre Reparatur.

    Zurzeit besitzt die ukrainische Marine elf Schiffe, darunter die Fregatte „Getman Sagaidatschny“, das Raketenboot „Priluki“, das Minenräumschiff „Genitschesk“, die Landungsschiffe „Swatowo“ und „Kirowograd“, die Korvette „Winniza“ und das Artillerieschiff „Skadowsk“.

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    Tags:
    Übungen, Taktik, Kamikaze, Kutter, Segej Gaiduk, Russland, Ukraine