18:44 16 August 2018
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    Warschau, Polen (Archivbild)

    Experte: „Russophobe“ in Polen verweigern IWF-Milliardenkredit – Deutschland besorgt

    © AP Photo / Alik Keplicz
    Politik
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    Mit der Verweigerung eines Milliardenkredits des Internationalen Währungsfonds (IWF) sendet Polen einen besorgniserregenden Signal an Deutschland. Der russische Wirtschaftsexperte Michail Chasin erläutert Ursachen und Folgen der Entscheidung Warschaus.

    „Die Russophoben, die den politischen Kurs in Polen dominieren, setzen ihren Druck auf Russland fort. Zeitgleich bleibt Warschau Hauptopponent Berlins in der Europäischen Union, während Deutschland zu einer Kooperation mit Russland neigt“, sagte Chasin dem Internetportal rueconomics.ru.“

    Der Experte wies ferner auf finanzielle Gründe für die Verweigerung der IWF-Kreditlinie über insgesamt 9,2 Milliarden US-Dollar hin. „Im Fall einer Konfrontation mit der EU würde Polen in eine heikle Lage geraten, weil Warschau auf Subventionen aus Brüssel angewiesen sein wird. Um seine Politik weiter zu betreiben, soll Warschau von äußeren Faktoren unabhängig sein.“

    „Warschau befürchtet, dass der IWF-Kredit mit gewissen Bedingungen an Polen verknüpft werden könnte. Das wäre unter anderem eine Milderung der aggressiven Position. Der Verzicht Warschaus auf die IWF-Hilfe zeugt davon, dass der Druck auf Deutschland künftig nur zunehmen wird“, meinte der russische Experte.

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    Tags:
    Bedingungen, Verweigerung, IWF, Deutschland, Polen
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