21:22 24 November 2017
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    US-Senator John MccainIrakische Truppen in Kirkuk

    McCain warnt Irak vor Waffeneinsatz gegen Kurden

    © AP Photo/ Matt York © AFP 2017/ Ahmad Al-Rubaye
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    Der Chef des US-Senatsausschusses für Streitkräfte, John McCain, hat die irakische Regierung vor „harten Auswirkungen“ eines möglichen Einsatzes der von den USA bereitgestellten Waffen gegen Kurden gewarnt. Dies geht aus einer Erklärung hervor, die auf der Webseite des Senators veröffentlicht wurde.

    „Die Vereinigten Staaten haben der irakischen Regierung Ausrüstung und Ausbildung für den Kampf gegen den IS und den Schutz vor äußeren Gefahren bereitgestellt, und nicht für den Angriff auf die Militäreinheiten einer der irakischen Regionalregierungen, die seit langem ein wertvoller Partner der USA ist", hieß es in McCains Erklärung

    McCain rief Bagdad dazu auf, „keinen Fehler zu begehen". „Sonst wird es zu schweren Auswirkungen kommen, falls wir auch weiter beobachten werden, wie die US-Ausrüstung auf falschem Wege eingesetzt wird", hieß es weiter.

    Die USA hatten sowohl irakische Sicherheitskräfte als auch die kurdische Miliz Peschmerga  ausgerüstet, versorgt und trainiert.

    Am heutigen Montag haben die irakischen Regierungskräfte nach eigenen Angaben die Stadt Kirkuk vollständig unter ihre Kontrolle gebracht.

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass irakische Militärs bei der gegen die Kurden gestarteten Offensive die Kontrolle über ein Kraftwerk, ein Industriegebiet, ein Gasverarbeitungswerk und einige weitere strategisch wichtige Objekte in der Öl-Provinz Kirkuk übernommen hätten.

    In der Nacht auf Montag hatte der irakische Premierminister und Oberbefehlshaber, Haider Al-Abadi, seinen Kämpfern den Befehl erteilt, die Sicherheit in den Militärbasen und Staatsobjekten in der umkämpften Provinz Kirkuk zu gewährleisten. 

    Kirkuk, das 2014 von Peschmerga-Truppen von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erobert wurde, gehört nicht zum autonomen Kurdengebiet im Irak, wird aber überwiegend von Angehörigen dieser Volksgruppe bewohnt.

    Kurz vor dem Unabhängigkeitsreferendum verstärkten die Kurden die Präsenz ihrer Peschmerga-Miliz in Kirkuk. Die Provinz ließ verkünden, sie werde an dem Votum ebenfalls teilnehmen. Laut der Wahlkommission von Kurdistan stimmten 92,7 Prozent der Wähler für die Unabhängigkeit vom Irak. Die Regierung in Bagdad stufte das Referendum als illegitim ein, entließ den Gouverneur der Provinz und leitete eine Militäroperation in Kirkuk ein.

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    Tags:
    Auswirkungen, Kurden, Warnung, Waffeneinsatz, Waffen, John McCain, USA, Kurdistan, Kirkuk, Irak
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