07:26 21 November 2017
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    US-Außenminister John Kerry und der iranische Außenminister Mohammad Dschawad Zarif besprechen die Umsetzung des Gemeinsamen Aktionsplans zu dem Atom-Abkommen in Wien

    Moskau: Washington setzt Atom-Deal mit Iran nicht völlig um

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    Die USA setzen dem russischen Vize-Außenminister Sergej Rjabkow zufolge den Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA) nicht in vollem Umfang um, während der Iran daran festhält.

    „Bis heute, und ich hoffe, so wird es auch bleiben, setzt die Islamische Republik Iran ihre Verpflichtungen im Rahmen des JCPOA verantwortungsvoll und in vollem Umfang um. Wir gehen genauso vor“, sagte Rjabkow.

    Das könne man von den amerikanischen Kollegen allerdings nicht sagen. Washington habe in der Vergangenheit durch gewisse Handlungen nicht nur gegen den Geist, sondern auch den Wortlaut des Aktionsplans verstoßen, so der russische Vize-Minister.

    Am Freitag hatte sich Trump geweigert, dem US-Kongress zu bestätigen, dass der Iran das Atomabkommen erfülle. Er merkte in seiner Rede an, das Abkommen mit dem Iran sei eine der schlimmsten Vereinbarungen, denen die USA je beigetreten seien. Das Abkommen werde gekündigt, falls sich die US-Administration mit dem Kongress und den Bündnispartnern nicht einigen könne. Trump betonte auch, die USA würden zusätzliche Sanktionen gegen den Iran wegen der Finanzierung des Terrorismus verhängen.

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    Tags:
    Verletzung, Umsetzung, Atom-Deal, Sergej Rjabkow, USA, Iran, Russland
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