10:28 24 November 2017
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    irakischer Soldat hält kurdische Flagge, Kirkuk (Archivbild)

    Irak: Kirkuk wird zum Grab für Kurden-Träume – Experte

    © REUTERS/ Stringer
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    Die Iraker sind zum ersten Mal seit langer Zeit wieder vereint. Was sie zusammenführt, ist die Empörung über das kurdische Referendum. Ihren Traum von der Unabhängigkeit können die Kurden indes vergessen, sagte der irakische Militärexperte Kasi Muatasim in einem Gespräch mit Sputnik.

    Die Absicht, sich von Bagdad abzuspalten, sei nichts als ein Abenteuer, sagte der Experte. Mit dem Initiator dieses Spielchens, dem kurdischen Präsidenten Masud Barzani, seien die meisten Kurden im Irak auch gar nicht einverstanden.

    „Die Peschmerga wissen, dass Barzanis Unterfangen nicht im Interesse des kurdischen Volkes ist“, so der Analyst. „Der Traum von der Unabhängigkeit lebt in jedem Kurden weiter“ – aber der solle doch nicht so gelebt werden, dass man alle Errungenschaften der vergangenen Jahre verliere.

    Muatasim betont: „Die Kurden sind Teil des irakischen Volkes und sie sind gegen dessen Teilung, was auch immer dafür spricht.“

    „Barzani hätte vorher alles genau berechnen müssen. Hätte das Referendum stattgefunden, bevor der IS die Stadt Kirkuk eingenommen hat, hätte man seinen Vorschlag möglicherweise anders bewertet. Jetzt, nachdem Kirkuk wieder unter irakische Kontrolle gelangt ist, hat das Referendum höchstwahrscheinlich keine Zukunft.“ Mit ihren 40 Millionen Barrel Öl und 70 Millionen Kubikmeter Gas sei die Region für Bagdad auch zu wertvoll, als dass die irakische Führung sie einfach ziehen ließe.

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    Tags:
    Militäreinsatz, Kurden, Interessen, Unabhängigkeit, Streit, Peschmerga, Kirkuk, Irak
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