10:30 24 November 2017
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    Schwarzmeer-Halbinsel Krim

    Minister: Kiew wird Krim erst nach Vernichtung Russlands zurückholen

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    Politik
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    Einen anderen Weg zur Rückeroberung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim als die Zerstörung Russlands gibt es nicht. Das erklärte Georgi Tuka, ukrainischer Vizeminister für die Angelegenheiten der Inlandsflüchtlinge und zeitweise okkupierten Territorien, am Dienstag in Kiew nach Angaben der Nachrichtenagentur UNN.

    „Allein durch die Annahme von Gesetzen wird Kiew weder den Donbass noch die Krim zurückholen können“, betonte er.

    Der Fall Donbass sei allerdings wesentlich leichter. „Zuerst sollten die Führer der selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Alexander Sachartschenko und Igor Plotnizki, gestürzt und durch ‚Friedenstauben‘ in Gestalt ‚latenter Separatisten‘ ersetzt werden, deren Hände nicht mit Blut beschmiert sind und die mit den Ereignissen von 2014 nichts zu tun haben, als Kiew die Kontrolle über einen Teil des Donbass verloren hatte“, sagte Tuka.

    Dabei sollte man schrittweise handeln – entsprechende Dokumente annehmen, die Kampffähigkeit des Heeres erhöhen sowie die ökonomische und finanzielle Eigenständigkeit der Ukraine durchsetzen. „Nur so werden wir unsere Gebiete zurückholen können“, sagte der Minister.

    Am 6. Oktober hatte die Werchowna Rada einen von Präsident Petro Poroschenko eingebrachten Gesetzentwurf über die Reintegration des Donbass in erster Lesung angenommen. Im Dokument wird Russland als ein Aggressorland bezeichnet.

    Am 10. Oktober hatte Tschechiens Präsident Milos Zeman vorgeschlagen, die Ukraine für den Verlust der Krim zu entschädigen, um einen Krieg in Europa zu verhindern. „Ich denke, dass die Entschädigung in Form von Geld, aber auch von Öl oder Gas erfolgen könnte.“ Wer zahlen sollte, ob Russland oder Europa, sagte Zeman nicht.

    Am nächsten Tag erklärte Präsident Poroschenko, die Ukraine werde „ihre Bürger auf der Krim nie im Stich lassen“ und mit ihren Territorien nie handeln.

     

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    Tags:
    Rückeroberung, Vernichtung, Georgi Tuka, Krim, Russland, Ukraine
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