18:05 17 November 2017
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    Verletzter bei Anti-Korruptions-Demo in Kiew

    Unruhen in Kiew: Kreml nimmt Stellung

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    Politik
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    Nach den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Regierungsgegnern und Polizisten in Kiew bezeichnet der Kreml die Situation in der ukrainischen Hauptstadt als instabil.

    „Wir verfolgen die Ereignisse, die sich dort zutragen“, sagte Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, am Mittwoch. „Die Situation dort ist von Stabilität weit entfernt. Das ist offensichtlich.“ Er wisse noch nicht, wie sich die Proteste in Kiew auf die Umsetzung der Minsker Friedensabkommen für den Donbass auswirken könnten, so Peskow.

    Am Dienstag hatten sich mehrere Tausend Ukrainer in Kiew versammelt, um unter anderem die Aufhebung der Abgeordnetenimmunität, Antikorruptionsgerichte und eine Wahlrechtsreform zu fordern. Ein Mitorganisator der Proteste war der frühere Präsident Georgiens und Ex-Gouverneur der ukrainischen Schwarzmeerregion Odessa, Michail Saakaschwili, dem nach einem Konflikt mit Präsident Petro Poroschenko die ukrainische Staatsbürgerschaft entzogen worden war.

    Saakaschwili  forderte Präsident Petro Poroschenko zum Rücktritt auf. „Solange Poroschenko da ist, gibt es keinen Fortschritt, keine Bekämpfung der Korruption", rief er den Versammelten zu.

    Am Nachmittag kam es zu Schlägereien zwischen Demonstranten und Polizisten, die die Regierungsgebäude in Kiew abgeriegelt hatten. Dabei wurden mehrere Demonstranten und mindestens ein Ordnungshüter verletzt. Hunderte Demonstranten campierten die ganze Nacht vor der Werchowna Rada, dem Abgeordnetenhaus in Kiew.

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    Tags:
    Kreml, Dmitri Peskow, Kiew, Ukraine, Russland
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