21:48 30 März 2020
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    Kämpfer der ukrainischen rechtsextremen Gruppierung „Prawyj Sektor“ (Rechter Sektor) haben sich den Protesten vor der Parlament in Kiew angeschlossen. Sie sind laut dem Nachrichtenportal Strana.ua zur Erstürmung der Werchowna Rada bereit.

    Die Kämpfer haben demnach die Anweisung erhalten, „nicht aufzufallen und die Chevrons abzunehmen“.

    Sollte die Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) heute die Forderungen der Protestler nicht erfüllen, hätten die Radikalen den Befehl auf Erstürmung des Parlaments. Die Lage in Kiew ist laut dem Portal zurzeit angespannt.

    Zudem seien in dem Hotel „Kiew“ 400 sogenannte Tituschken untergebracht worden – von der Regierung angeheuerte Schläger, die bei Demonstrationen für gewaltsame Provokationen sorgen sollen.

    Zudem sollen die Kämpfer des Rechten Sektors gegenüber Journalisten gesagt haben, sie hätten von Innenminister Arsen Awakow den Befehl erhalten, den Platz vor der Rada zu räumen.

    Am Dienstag hatte in Kiew eine Protestaktion begonnen, die in russischsprachigen Medien auch „Michomaidan“ genannt wird (nach dem Organisator und Ex-Gouverneur von Odessa, Michail Saakaschwili). Die Protestler fordern die Aufhebung der Abgeordneten-Immunität, die Einrichtung von Anti-Korruptions-Gerichten sowie eine Reform des Wahlrechts. Die Demonstranten stellten vor der Werchowna Rada Dutzende Zelte auf und wollen dort solange verharren, bis ihre Forderungen erfüllt werden. Sollte dies nicht passieren, drohen sie mit der Absetzung des Präsidenten Petro Poroschenko.

     

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    Tags:
    Proteste, Rechter Sektor, Kiew, Ukraine