21:19 24 November 2017
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    Nach einem Angriff der ukrainischen Streitkräfte in der selbsternannten Republik Lugansk (Archivbild)

    Putin fürchtet Srebrenica 2.0 im Donbass

    © Sputnik/ Valeriy Melnikov
    Politik
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    Moskau fürchtet laut Präsident Wladimir Putin die Wiederholung des Massakers von Srebrenica in den selbsternannten Republiken Donezk und Lugansk. Dazu kann es laut ihm kommen, sollte die Grenze zwischen Russland und den Republiken geschlossen werden.

    Wenn kein Amnestiegesetz verabschiedet werde, bevor eine Entscheidung über den Status dieser Republiken getroffen worden sei, dann werde eine Grenzschließung zwischen Russland und den „nichtanerkannten Republiken“ womöglich zu einer Situation wie in Srebrenica während des Bosnienkriegs führen.

    „Es wird dort ein Blutbad geben, wir können und werden das niemals zulassen“, sagte Putin beim Internationalen Diskussionsklub „Waldai“ in Sotschi am Donnerstag.

    Das Massaker von Srebrenica war ein Kriegsverbrechen während des Bosnienkriegs, das durch UN-Gerichte gemäß der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes als Genozid klassifiziert wurde.

    In der Gegend von Srebrenica wurden im Juli 1995 mehr als 8000 Bosnier – fast ausschließlich Männer und Jungen zwischen 13 und 78 Jahren – getötet. Das Massaker wurde unter der Führung von Ratko Mladić von der Armee der Republika Srpska, der Polizei und serbischen Paramilitärs trotz Anwesenheit von Blauhelmsoldaten verübt.

     

    Tags:
    Grenzschließung, Massaker, Srebrenica, Lugansk, Donezk, Ukraine, Russland
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