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22:16 23 Juli 2019
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    Wahlen in Russland, Belgorod (Archivbild)

    Außenpolitiker erwartet beispiellosen US-Druck auf Moskau zu Präsidentenwahl

    © Sputnik / Anton Wergun
    Politik
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    Die USA werden laut dem Leiter des Auswärtigen Ausschusses im Föderationsrat (russisches Oberhaus), Konstantin Kossatschjow, vor den Präsidentenwahlen in Russland im Jahr 2018 einen beispiellosen Druck auf Moskau ausüben.

    „Die Wahlen sind ein besonderes Thema. Die USA erkennen nur jene Wahlen als fair und demokratisch an, bei denen prowestliche Kandidaten gewinnen. Alle restlichen Wahlverfahren und Ergebnisse werden praktisch immer mit einem Anathema belegt“, schrieb Kossatschjow am Freitag auf Facebook.

    Nach den intensiver gewordenen Gesprächen über eine  angebliche „Einmischung Russlands“ zu urteilen, habe bereits eine „Artillerievorbereitung“ auf die Wahlen in Russland begonnen, wobei „das Ausmaß des Drucks seitens der USA offenbar beispiellos sein wird“, betonte Kossatschjow.   

    In seinem Kommentar zur Erklärung der US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, äußerte Kossatschjow sein Befremden, denn dies habe die Vertreterin einer Großmacht gesagt,  die eine solch starke Wirtschaft, die stärksten Streitkräften besitze, aber zugleich die Einflussnahme auf die inneren Angelegenheiten anderer Länder am meisten praktiziere.

    „Das eine schließt allem Anschein nach das andere nicht aus“, fügte er hinzu und führte Angaben an, laut denen sich die USA in den Jahren von 1946 bis 2000 insgesamt 81 Mal in den Wahlprozess anderer Länder eingemischt haben sollen.

    Dazu gehören ihm zufolge nicht die Operation zum Regimesturz und die Militärputsche in jenen Ländern, wo den USA nicht genehme Kandidaten gewählt worden waren, beispielweise im Iran, in Kongo, Guatemala, Chile usw.

    Am Vortag hatte Haley erklärt, dass Moskau für seine angebliche Einmischung in die Präsidentschaftswahl 2016 in den USA zur Verantwortung gezogen werden müsse.

    „Eine solche Einmischung ist eine Waffe, die Russland bevorzugt, weil es keine starke Wirtschaft hat und seine Streitkräfte nicht groß genug sind“, so Haley.

    Moskau hat diese Vorwürfe stets entschieden zurückgewiesen. Die Präsidentenwahl in Russland ist für März 2018 anberaumt.  

     

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    Tags:
    Wahleinmischung, Uno, Nikki Haley, Konstantin Kossatschjow, Chile, Guatemala, Kongo, Iran, USA, Russland