08:29 25 November 2017
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    Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump beim gemeinsamen Treffen in Washington

    „Dafür brauche ich Angela nicht“ - Trump über Absegnung neuer Iran-Sanktionen

    © AP Photo/ Pablo Martinez Monsivais
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    Die USA brauchen keine Unterstützung der EU, insbesondere nicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, um die Sanktionen gegen den Iran zu verschärfen, wie Präsident Donald Trump in einem Interview mit Fox News sagte. Die Europäer können ihm zufolge auch weiter aus den Geschäften mit dem Iran verdienen.

    „Ich habe ihnen (den Europäern – Anm. der Red.) gesagt, sie sind meine Freunde, ich bin mit allen in guten Beziehungen, sei es Emmanuelle (Macron) oder Angela (Merkel) oder auch andere. Ich mag diese Leute sehr“, so Trump.  „Ich sagte ihnen: Verdient weiter Geld weiter, macht euch keine Sorgen, wir brauchen euch dafür nicht“. 

    Es gehe um Milliarden US-Dollar, wenn der Iran Waren in Deutschland, Frankreich oder in anderen Ländern kaufe. Teheran habe sogar versucht, Boeing-Flugzeuge in den USA zu kaufen. „Mal sehen, was mit diesem Deal passiert. Wenn sie solche Einkäufe machen, ist es für die EU-Länder etwas kompliziert, etwas zu tun“, sagte Trump weiter. 

    Trumps Herangehen unterscheidet sich grundsätzlich von dem seines Vorgängers Barack Obama, der einseitige Sanktionen ohne die Beteiligung der EU und anderer Großspieler für nicht effizient und für unvorteilhaft für die USA hielt. 

    Trump hat zuvor erklärt, er wolle „ersthafte Mängel“ beim internationalen Iran-Atomabkommen vom Juli 2015 beheben. Er hatte sich geweigert, dem US-Kongress zu bestätigen, dass der Iran das Atomabkommen erfüllt. Das Abkommen mit dem Iran sei eine der schlimmsten Vereinbarungen, denen die USA je beigetreten seien. Das Abkommen werde gekündigt werden, falls sich die US-Administration mit dem Kongress und den Verbündeten nicht einigen könnten.

     

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    Tags:
    Geschäft, Verschärfung, Geld, Sanktionen, Donald Trump, Emmanuel Macron, Angela Merkel, EU, Iran, USA
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