01:16 11 Dezember 2017
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    NATO and US flags flutter as U.S. Air Force F-22 Raptor fighter flies over the military air base in Siauliai, Lithuania, April 27, 2016.

    "Bedrohung aus Russland": Nato-Desinformation dient der Finanz-Aufstockung – Medien

    © REUTERS/ Ints Kalnins
    Politik
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    Der „Geheimbericht“ der Nato, über den vor einigen Tagen das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel ausgiebig berichtete, wurde gezielt der deutschen Presse zugespielt, um die „russische Bedrohung“ hochzuputschen. Diese Meinung vertritt das Nachrichtenportal „Contra Magazin“.

    Das Magazin benennt den veröffentlichten „Geheimbericht“ des Spiegels als „NATO-Desinformation“ und erklärt dies mit dem Versuch der Militärallianz, zusätzliche Finanzmittel für sich zu ergattern.

    Diese Demonstration einer „geheuchelten Angst“ vor Russland habe demnach nur ein konkretes Ziel – mehr Geld.

    Der europäische Normalbürger solle durch die angeblich unabwendbare „russische Gefahr“ eingeschüchtert werden, um anschließend zusätzliche Finanzmittel für die Erweiterung des Personals und des Budgets des „westlichen Militärapparats“ bekommen zu können.

    Dies sei auch in dem Zusammenhang bemerkenswert, dass Russland permanent die Bereitschaft zur Kooperation demonstrieren würde – trotzdem werde Moskau bei der Nato immer noch als der ewige Feind gesehen, so das Magazin weiter.

    „Doch die ‚Kalten Krieger‘ dominieren nach wie vor noch die westliche Politik, wie man immer wieder sieht“, bemerkt Marco Maier, der Autor des Artikels.

    Die Gefahr einer angeblichen bevorstehenden „russischen Invasion“, die von der Nato mit den gegebenen Ressourcen unmöglich aufgehalten werden könnte, sei somit nur ein Versuch, mehr finanzielle Leistungen von den Mitgliedstaaten zu bekommen.

    Diese künstlich aufgebauten Bedrohungen – unter anderem durch solche an die Presse lancierten "Geheimberichte" – seien umso paradoxer, wenn man die reale Situation vor Augen führe: ein Angriff auf ein Nato-Mitglied wäre „das Allerletzte, was Moskau überhaupt im Sinn“ haben könnte, so Maier weiter.

    Dies sei offensichtlich nicht zuletzt, weil Moskau permanent eine Position der offenen Hand einnehmen würde, die gerade vom Westen abgelehnt worden wäre.

    „Der Westen hat sämtliche Kooperationsangebote der Russen immer wieder ausgeschlagen, weil Moskau dabei nicht auf die eigene Souveränität verzichten (sich nicht völlig den westlichen Eliten unterwerfen) wollte“, so der Autor abschließend.

    Zuvor hatte der Spiegel „ein internes Papier“ der Nato vorgestellt, in dem die Verteidigungsfähigkeit der Allianz im Konfliktfall mit Russland in Frage gestellt wurde.

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    Tags:
    Finanzmittel, Desinformation, Der Spiegel, NATO, Westen, Russland