23:11 24 November 2017
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    Nach einem Luftschlag der US-geführten Koalition in Rakka

    Für Damaskus gilt Rakka nicht als befreit, bis…

    © REUTERS/ Goran Tomasevic
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    Damaskus hält kein einziges Gebiet in Syrien für befreit, bis die Streitkräfte des Landes dort stationiert werden. Dies teilte der syrische Informationsminister Mohammad Ramiz Tardschaman in einem Interview mit der Agentur RIA Novosti mit.

    „Wir halten keine Stadt für befreit, bis die syrische arabische Armee in diese einmarschiert und die syrische Flagge gehisst wird“, sagte Tardschaman am Montag. „Dies betrifft jede Stelle auf der syrischen Karte.“

    Er betonte, dass der Rückzug der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh) aus Rakka zwar als positiv zu bewerten sei. Zugleich sei es aber notwendig, dass die syrischen Truppen in die Stadt verlegt werden, „unabhängig davon, ob sich hier der IS oder eine andere Fraktion oder Organisation befindet“.

    Die US-geführte Koalition und die von ihr unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) hatten am Freitag gemeldet, Rakka von den IS-Terroristen völlig befreit zu haben. Wie der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Sonntag sagte, machen ihn die Erklärungen westlicher Länder über eine unverzügliche Geldbereitstellung für Rakka stutzig, weil sie zuvor die zahlreichen Vorschläge Moskaus, humanitäre Hilfe an die syrische Bevölkerung zu richten, zurückgewiesen hatten.

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    Tags:
    Verlegung, Truppen, Befreiung, Flagge, Einmarsch, Terrormiliz Daesh, Syrische Regierungsarmee, Damaskus, Rakka