12:11 21 November 2019
SNA Radio
    Donald Trump

    Warum Trump Treffen mit Putin fürchtet

    © REUTERS / Joshua Roberts
    Politik
    Zum Kurzlink
    151867
    Abonnieren

    Ein mögliches Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit Wladimir Putin beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) wird, sollte es überhaupt dazu kommen, wird laut Professor Juri Potschta von der Universität der Völkerfreundschaft ergebnislos enden.

    Wie aus der US-Administration früher verlautet war, plant Trump Anfang November vor dem Hintergrund des schweren Konflikts mit Nordkorea eine lange Asienreise. Er wird Japan, Südkorea, China, Vietnam und die Philippinen besuchen. Am 10. November nimmt er wie auch sein russischer Amtskollege am APEC-Gipfel teil. Eines der wichtigsten Ziele der Reise ist die Verstärkung des Drucks auf Pjöngjang, hieß es. 

    Doch ein Treffen mit Putin würde die Situation rund um Nordkorea nicht ändern können – keine der Seiten würde ihre Position durchsetzen können, so Potschta. Für Russland sei die Sicherheit Nordkoreas sehr wichtig. „Dabei führt Pjöngjang aus der Sicht Russlands eine abenteuerliche  und verantwortungslose Politik. Ebenso verantwortungslos benehmen sich Südkorea und die USA, die Nordkorea erpressen“, sagte der Experte. Die USA ließen ihm zufolge bereits mehrmals Vereinbarungen platzen und bewegten Nordkorea damit zu einem weiteren Wettlauf. 

    „Hier sind vielseitige Bemühungen notwendig. Würde es ein mehr oder weniger ernsthaftes Treffen zwischen Trump und Putin geben, könnte das vielleicht bei der Lösung der Situation helfen“. 

    Es sei aber höchstwahrscheinlich, dass ein Treffen zwischen den beiden Staatschefs unter Anwesenheit von „Trump-Beobachtern“ stattfinden würde. Trump sei derzeit immer noch unter starkem Druck. Und das Thema Russland werde aktiv im innenpolitischen Kampf in den USA genutzt. Demnach könne Trump sich keine Verbesserung der Beziehungen zu Russland, darunter auch zum Thema Nordkorea, leisten. 

    Die Beziehungen zwischen unseren Staaten verschlechtern sich leider immer weiter. Und Trump ist heute die Seite, die sich in der innenpolitischen Arena verteidigen muss, die Seite, die nur sehr wenig Unterstützung hat. gegen ihn kämpfen die CIA, der Kongress und die Medien“, so der Experte. Trump fürchte vor diesem Hintergrund neue Anschuldigungen einer Kooperation mit Russland, deshalb werde ein potenzielles Treffen mit Putin nur wenig resultativ sein.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Weißes Haus schließt Treffen von Trump und Putin beim APEC-Gipfel nicht aus
    „Bing, bing, bing“: 125 Millionen Menschen lesen Trump in sozialen Netzwerken
    Jimmy Carter: Kein anderer Präsident unter so hartem Medien-Druck wie Trump
    Tags:
    Ergebnisse, Treffen, Donald Trump, Wladimir Putin, Asien, Nordkorea, USA, Russland