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20:25 18 Oktober 2019
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    AfD-Kandidat Albrecht Glaser

    AfD-Kandidat Glaser fällt auch im dritten Wahlgang durch

    © AFP 2019 / Odd Andersen
    Politik
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    Auch zum dritten Mal ist der AfD-Kandidat Albrecht Glaser bei der Abstimmung für das Amt des Bundestagsvizepräsidenten durchgefallen.

    Wie verschiedene deutsche Medien berichten, hat der 75-Jährige bei der Abstimmung am Dienstag in Berlin nur 114 Ja-Stimmen erhalten. 545 Abgeordnete stimmten mit einem "Nein". 26 enthielten sich.

    Bereits in der zweiten Abstimmungsrunde waren die Wahlstimmen ähnlich ausgefallen. Damals gaben 123 Abgeordnete ihr "Ja" für den AfD-Politiker, während 549 mit einem "Nein" stimmten.

    Konstituierende Sitzung des Bundestages 2017
    © REUTERS / Fabrizio Bensch
    Der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat daraufhin die Sitzung beendet. Die AfD könnte in einer weiteren Bundestagssitzung versuchen, einen Vizepräsidenten wählen zu lassen.

    Ob die Fraktion erneut Glaser für diesen Posten vorschlägt, ist jedoch ungewiss — schließlich stößt der Kandidat bei allen anderen Fraktionen auf eine klare Ablehnung.

    Dies könnte auch an seiner Einstellung gegenüber dem Islam liegen, die von anderen Parteien nicht geteilt wird.

    So erklärte der ehemalige hessische Kommunalpolitiker der CDU im April:

    "Wir sind nicht gegen die Religionsfreiheit. Der Islam ist eine Konstruktion, die selbst die Religionsfreiheit nicht kennt und die sie nicht respektiert. Und die da, wo sie das Sagen hat, jede Art von Religionsfreiheit im Keim erstickt. Und wer so mit einem Grundrecht umgeht, dem muss man das Grundrecht entziehen."

    In der Regel ist es üblich, dass der Bundestagsvizepräsident fraktionsübergreifend gewählt werden.

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