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10:31 20 August 2019
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    Taliban-Terroristen in Afghanistan (Archivbild)

    „Doha unter Druck“: Taliban-Büro bloß auf US-Wunsch eingerichtet – Katars Ex-Premier

    © AFP 2019 / Noorullah Shirzada
    Politik
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    Das Büro der radikalen Bewegung Taliban in der katarischen Hauptstadt Doha ist auf Wunsch der USA und nicht Katars eingerichtet worden. Darüber sprach der katarische Ex-Premierminister Hamad ibn Dschasim ibn Dschabir Al Thani im staatlichen Fernsehen.

    „Die Amerikaner wollten in Katar einen Platz für Verhandlungen und auch für den Gefangenenaustausch mit den Taliban haben“, so Al Thani.

    Als die Taliban in Afghanistan an die Macht gekommen waren, sei Doha unter Druck gesetzt worden, nicht nur eine Vertretung, sondern auch eine Botschaft der Bewegung zu öffnen. Doch die katarischen Behörden hätten das abgelehnt – anders als die Vereinigten Arabischen Emirate oder Saudi-Arabien.

    Das Büro der Taliban war 2013 in Doha mit Unterstützung der USA, Afghanistans und Katars eingerichtet worden. Die Vertretung sollte den Verhandlungsprozess beschleunigen sowie zur Regelung der Situation in Afghanistan beitragen.

    Im vergangenen August hatte US-Außenminister Rex Tillerson Russland vorgeworfen, Waffen an die Taliban zu liefern. Das Außenministerium in Moskau wies die Vorwürfe als haltlos zurück. Außenminister Sergej Lawrow räumte später ein, dass Russland tatsächlich Kontakte zu den Taliban unterhalte – jedoch strikt unter den vom UN-Sicherheitsrat definierten Auflagen. Eine neue US-Strategie erlaube hingegen Kontakte zu der radikalen Bewegung ohne jegliche Bedingungen.

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    Tags:
    Taliban, Doha, Katar