06:11 22 April 2019
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    Absturzstelle der malaysischen Boeing 777

    Staatsrat bestätigt: Niederlande werden Dokumente zu MH17-Katastrophe nicht freigeben

    © Sputnik / Andrei Stenin
    Politik
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    Die niederländischen Behörden werden die Dokumente bezüglich des Absturzes der malaysischen Boeing 777 über der Ostukraine im Juli 2014 nicht freigeben. Diese am gestrigen Mittwoch getroffene Entscheidung hat der Sprecher der Staatsrates der Niederlande, Gert-Jan Klapwijk, am Donnerstag gegenüber der Agentur RIA Novosti bestätigt.

    „Der Staatsrat beschloss, dass das Ministerium für Sicherheit und Justiz richtig entschieden hat, eine Reihe von Dokumenten nicht freizugeben“, so Klapwijk gegenüber der Agentur.

    Es heißt, das niederländische Ministerkabinett müsse die Meinung des Staatsrates – eines Konsultativorgans zur Beratung der Regierung – zu jedem Gesetzentwurf anhören. Dennoch seien seine Empfehlungen nicht verbindlich.

    Drei niederländische Medien – RTL, die Rundfunkanstalt NOS und die Zeitung „De Volkskrant“ – hatten zuvor die Veröffentlichung von Berichten über Sitzungen des Krisen-Gremiums zur MH17-Tragödie gefordert. Dies begründeten sie mit „einer großen Resonanz, die die Katastrophe hervorgerufen hat“.

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit 298 Menschen an Bord war am 17. Juli 2014 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur etwa um 15.20 Uhr MESZ im Luftraum über der Ukraine von den Radarbildschirmen verschwunden. Nach Angaben russischer Fluglotsen befand sich die Boeing in diesem Augenblick etwa zehn Flugminuten von der russischen Grenze entfernt. Keiner der Bordinsassen hatte den Absturz überlebt.

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    Tags:
    Krisen-Gremium, Zeitung De Volkskrant, Rundfunkanstalt NOS, RIA Novosti, RTL, Ministerkabinett, Staatsrat der Niederlande, Gert Jan-Klapwijk, Amsterdam, Kuala Lumpur, Malaysia, Donezk, Osten der Ukraine