15:03 17 Juni 2019
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    Start einer ballistischen Interkontinentalrakete vom Typ RS-12M Topol

    Atomwaffenübung: Putin startet persönlich vier Interkontinentalraketen

    © Sputnik / Verteidigungsministerium Russlands
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    Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstagabend an einer Übung der strategischen Atomwaffenkräfte teilgenommen und nach Angaben des Kreml persönlich vier Interkontinentalraketen gestartet.

    „Bei der Übung wurde das Zusammenwirken zwischen den Strategischen Raketentruppen, den Atom-U-Booten der Nordflotte und der Pazifikflotte sowie den Fernfliegerkräften trainiert“, teilte Putins Pressesprecher Dmitri Peskow am Freitag mit.

    „Der Oberste Befehlshaber (Präsident Putin – Anm. d. Red.) hat vier ballistische Raketen gestartet“, sagte Peskow ohne nähere Angaben.

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau waren bei der Übung am Donnerstag eine land- und drei seegestützte ballistische Interkontinentalraketen ohne scharfen Sprengkopf gestartet, um die Steuerung der Strategischen Atomwaffenkräfte zu üben.

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    Zuerst wurde auf dem Weltraumbahnhof Plessezk bei Archangelsk im Norden des Landes eine Topol-Rakete gezündet, die nach mehreren tausend Kilometern auf dem Testgelände Kura auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka zielgenau niederging.

    Kurz danach feuerte ein U-Boot der Pazifikflotte vom Ochotskischen Meer aus zwei Interkontinentalraketen Richtung Westen ab. Diese sollen zwei Ziele auf dem Testgelände Tschischa bei Archangelsk getroffen haben. Die dritte seegestützte Rakete startete von Bord eines U-Bootes in der Barentssee Richtung Kura.

    Den Angaben zufolge nahmen an der Übung auch Langstreckenbomber Tu-160, Tu-95MS und Tu-22M3 teil, die Übungsziele auf den Testgeländen Kura, Pemboi in der russischen Teilrepublik Komi und Terekta in der zentralasiatischen Republik Kasachstan mit Marschflugkörpern bekämpften.

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    Wladimir Putin, Russland