20:07 26 Oktober 2020
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    Die USA wollen Unternehmen in der ganzen Welt absichtlich „als Geiseln nehmen“. Somit reagierte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow auf die neue US-Sanktionsliste gegen russische Personen und Organisationen.

    „Die Amerikaner zielen darauf ab, Business-Unternehmen und andere Strukturen aus allen Ecken der Welt ‚als Geisel zu nehmen‘, um ihnen das Leben zu erschweren“, sagte Rjabkow gegenüber Journalisten am Freitag. „Das ist ein Ausdruck von politischer Hochnäsigkeit, die an ein Diktat und eine Politik der Helden aus US-Western grenzt.“

    Moskau sei „nicht allein auf die USA angewiesen“ und könne die Auswirkungen von Sanktionen minimieren, betonte der russische Minister weiter. Vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass dies keine neuen Sanktionen seien. Die im Artikel der „New York Times“ aufgelisteten Organisationen stehen Rjabkow zufolge bereits unter Sanktionen, und „sie haben es bereits gelernt, ziemlich effektiv in diesem ungünstigen Umfeld zu funktionieren“.

    Das größte Problem bestehe allerdings darin, dass Washington derzeit daran arbeite, „illegitime, exterritoriale Sanktionen gegen Personen und Organisationen aus Drittländern anzuwenden“, die auf einer ganz legitimen Grundlage eigentlich mit Organisationen und Unternehmen aus Russland, die auf der neuen US-Sanktionsliste stehen, arbeiten dürften. Das könne nicht anders als eine „Geiselnahme von internationalen Business-Strukturen und Unternehmen aus anderen Ländern“ bezeichnet werden.

    Zuvor war berichtet worden, dass US-Außenminister Rex Tillerson eine Liste von Personen und Organisationen bestätigt habe, die mit russischen Geheimdiensten in Verbindung stehen oder in Verteidigungsunternehmen tätig sind und gegen die Sanktionen gemäß dem neuen Gesetz verhängt werden sollen.

    Nach Informationen der Zeitung „The New York Times“ schließe die Liste von Tillerson den russischen Inlandsgeheimdienst FSB, den Auslandsnachrichtendienst SWR, die Hauptverwaltung für Aufklärung beim Generalstab der russischen Streitkräfte GRU sowie die führenden russischen Rüstungskonzerne wie Rosoboronexport, Kalaschnikow, Rostech, Ischmasch, MiG, Tupolew und Suchoj mit ein.

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    Tags:
    Auswirkungen, Politik, Geiselnahme, Diktatur, Sanktionsliste, Sanktionen, Sergej Rjabkow, Russland, USA