02:35 22 Februar 2020
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    China hat die unlängst von den USA einseitig verhängten neuen Sanktionen gegen Nordkorea kritisiert und will laut dem Sprecher des Außenministeriums in Peking, Geng Shuang, weiterhin normale diplomatische Kontakte zu diesem Land pflegen.

    „Wir haben auf die entsprechenden Meldungen aufmerksam gemacht. Unsere Position zu dieser Frage ist sehr klar. Die chinesische Seite tritt nach wie vor konsequent gegen die Einführung von einseitigen Strafmaßnahmen gegen andere Länder in Umgehung des US-Sicherheitsrates auf“, sagte Geng Shuang am Freitag bei einem Pressegespräch in Bezug auf den Beschluss des US-Finanzministeriums.

    Ihm zufolge wird Peking alle UN-Resolutionen zu Nordkorea strikt einhalten und zugleich normale diplomatische Kontakte mit diesem Land unterhalten sowie eine Zusammenarbeit unterstützen.      

    Am 21. September hatte US-Präsident Donald Trump einen Erlass unterschrieben, der dem US-Finanzministerium erweiterte Vollmachten zur Ausübung von Sanktionsdruck auf Nordkorea einräumt. Gemäß dem Dokument werden die USA Maßnahmen gegen Finanzinstitute ergreifen, darunter auch in den USA, die zur nordkoreanischen Regierung oder den Bürgern des Landes Beziehungen unterhalten, die Pjöngjang gegenüber nützlich sein können. Es wird ein 180-tägiges Verbot für Flugzeuge und Schiffe eingeführt, die USA zu besuchen, wenn sie auf dem Territorium von Nordkorea gewesen waren.

    Auf der US-Sanktionsliste steht unter anderem der Generalkonsul Nordkoreas im chinesischen Shenyang, Koon Sun Sup.

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    Tags:
    Kontakte, Sanktionen, Geng Shuang, Donald Trump, Nordkorea, USA, China