11:38 29 November 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    349166
    Abonnieren

    Laut dem Vorsitzenden der Werchowna Rada (ukraininisches Parlament), Andrij Parubij, möchte Kiew die Verhängung von Sanktionen gegen den Energiesektor Russlands durchsetzen, wie der ukrainische Fernsehsender NewsOne berichtete.

    Bei einem Treffen mit dem Ukraine-Beauftragten des US-Außenministeriums, Kurt Volker, sagte der ukrainische Parlamentschef: „Der Kurs auf die Fortsetzung und Verstärkung der Sanktionen gegen die Russische Föderation ist sehr wichtig für uns. Wir schätzen das Sanktionspaket hoch ein, das in der letzten Zeit beschlossen wurde. Und es ist sehr wichtig, dass dieses Paket auch den Energiesektor betrifft.“

    Als einen weiteren Grund für die Sanktionsverhängung gegen Moskau nannte Parubij die Aufstockung des Militärpotenzials Russlands an der Grenze zur Ukraine. Nach seinen Angaben wird in der Stadt Bogutschar im Gebiet Woronesch eine Militärbasis gebaut. „Dies berechtigt zu der Behauptung, dass Putin die aggressive Politik gegen die Ukraine fortsetzt und nicht beabsichtigt, seine Haltung zu ändern“, sagte der ukrainische Parlamentschef.

    Er merkte ferner an, dass die Ukraine mit den Ländern Mittel- und Osteuropas solidarisch sei und gegen den Bau der Nord-Stream-2-Pipeline auftrete.

    Das Bauprojekt Nord Stream 2, das 2018 in Angriff genommen werden soll, sieht die Verlegung von zwei Strängen mit einer Jahreskapazität von insgesamt 55 Milliarden Kubikmeter vor. Die Pipeline, die Erdgas von Russland über die Ostsee nach Deutschland transportieren wird, soll nahe der bereits bestehenden Pipeline Nord Stream verlegt werden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Keine Sanktionen im Gassektor? – Ukraine will von EU Verzicht auf russisches Erdgas
    Moskau klagt bei WTO gegen Kiew wegen Russland-Sanktionen
    Kiew will Sanktionen gegen auf der Krim aktive Banken und Rüstungsbetriebe Russlands
    Europa als „Gaskammer von Soros”: Ungarischer Museumsleiter nennt Polen und Ungarn „die neuen Juden”
    Tags:
    Sanktionen, Treffen, TV-Sender NewsOne, Werchowna Rada, Kurt Volker, Andrij Parubij, Russland, Ukraine