02:42 25 Juni 2018
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    Das Capitol-Gebäude in Havana, Kuba (Archivbild)

    FBI-Archiv: USA planten B-Waffen gegen Kuba einzusetzen

    © AP Photo / Javier Galeano
    Politik
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    US-Pläne eines Szenarios „landwirtschaftlicher Sabotage“ gegen Kuba sind aus jüngst freigegebenen FBI-Archivdokumenten hervorgegangen. Zu den Plänen gehörte die Zerstörung der kubanischen Ernte mit biologischen Mitteln.

    Am Donnerstag sind erstmals etwa 3.000 Dokumente zum Attentat auf US-Präsident John F. Kennedy im Jahr 1963 offengelegt worden.

    Die US-Pläne bezüglich Kubas sind in einem Dokument über ein Treffen vom 6. September 1962 zu finden, meldet RIA Novosti am Sonntag. Dieses war der so genannten Operation „Mongoose“ gewidmet. Sie ist auch als „Das kubanische Projekt“ (The Cuban Project) bekannt. Das war der Deckname für eine Geheimoperation der CIA und anderer US-Behörden in den 60er Jahren, mit der Sturz die kubanische Revolutionsregierung gestürzt werden sollte.
    Marshall Carter, der damalige stellvertretende CIA-Direktor, soll bei diesem Treffen vorgeschlagen haben, „biologische Wirkstoffe zu verwenden, die als Substanzen natürlichen Ursprungs getarnt sind", um die Ernte auf Kuba zu vernichten.

    "Carter wies auf die extreme Anfälligkeit einer solchen Operation und die entsetzlichen Konsequenzen hin, die entstehen, wenn etwas schief geht, vor allem wenn ein offensichtlicher Hinweis auf eine Beteiligung der USA aufkommen wird", heißt es in dem Dokument.

    McGeorge Bundy, Nationaler Sicherheitsberater des US-Präsidenten John Kennedy, soll die Anwesenden vor dem Einsatz von Chemikalien oder ähnlichen Substanzen gewarnt haben, wenn deren Verwendung nicht sicher verheimlicht werden könnte.

    Das Dokument erwähnt auch einen Plan für einen „Angriff auf das sowjetische Personal, das sich auf dem Territorium von Kuba befindet". Weitere Details oder Erläuterungen zu diesem Plan seien nicht aufgeführt.

    Tags:
    Ernte, Operation, B-Waffen, CIA, John Kennedy, USA, Kuba