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08:43 21 September 2019
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    Sputnik- und RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan

    Sputnik-Chefin wirft US-Medien Einmischung in Wahlen in Russland vor

    © Sputnik / Ilja Pitalev
    Politik
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    US-Medien erzählen Russen laut der Chefin der Agentur Sputnik und des TV-Senders RT, Margarita Simonjan, tagtäglich, für wen sie stimmen sollen, werden dafür jedoch mit keinen Sanktionen bestraft.

    Simonjan zufolge berichten ausländische Medien, darunter auch von der US-Regierung finanzierte amerikanische Medien, jeden Tag in Russland davon, was für ein „schrecklicher Mensch unser Präsident“ sei, und rufen dazu auf, für gewisse Oppositionspolitiker zu stimmen, sagte Simonjan dem TV-Sender NTW.

    Dabei würden diese Massenmedien mit keinerlei Problemen konfrontiert, obwohl sie sich direkt in die Wahlen in Russland einmischen würden, so die Sputnik-Chefin.

    „Sie versuchen, unsere Bürger zu überzeugen, für wen sie ihre Stimmen abgeben sollen und für wen nicht“, unterstrich Simonjan. „Und unser, wie es sich herausgestellt hat, demokratisches Land steht diesem ganz gelassen gegenüber. Keine Sanktionen werden gegen sie verhängt, es geht ihnen gut.“ Im Gegenteil dazu habe sich in den USA ein Wahnsinn ereignet, nur weil russische Medien die Kandidatur von Hillary Clinton, die das ganze US-Establishment unterstützt habe, nicht unterstützt hätten.

    Das US-Unternehmen Twitter hatte am 26. Oktober RT und Sputnik verboten, auf dem Kurznachrichtendienst zu werben. Wie es hieß, fußt die Entscheidung auf dem Vorwurf einer „russischen Einflussnahme“ auf die US-Präsidentschaftswahl von 2016, den Hillary Clinton nach ihrer Wahlniederlage erhoben hatte. Russland weist den Vorwurf zurück.

    US-Medien veröffentlichen regelmäßig Berichte über angebliche Kontakte von Trumps Wahlkampfteam zu Beamten und Unternehmern aus Russland. Moskau dementierte mehrmals die Berichte über seine angeblichen Versuche, die US-Wahlen zu manipulieren.

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    Tags:
    Medien, Unterstützung, Abstimmung, Sanktionen, Wahlen, Einmischung, Vorwürfe, RT, Sputnik, Margarita Simonjan, USA, Russland