03:32 23 November 2019
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    US-Soldaten bei Nato-Manöver (Archivbild)

    Manöver der US-Atomstreitkräfte nicht von Russland provoziert – Experte

    © Foto: Nato / Dan Bardsley
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    Der Beginn des Manövers der strategischen Atomstreitkräfte „Global Thunder“ in den USA direkt nach den Militärübungen der Strategischen Atomwaffenstreitkräfte in Russland ist reiner Zufall. Diese Zuversicht äußerte der russische Militärexperte Konstantin Siwkow gegenüber der Agentur RIA Novosti.

    US Rakete vom Typ Minuteman III (Symbolbild)
    © AP Photo / Airman 1st Class Ian Dudley/U.S. Air Force
    „Manöver werden im Vorhinein geplant, die Vorbereitung nimmt lange Zeit in Anspruch“, erklärte der Experte. Es gebe also keinen Zusammenhang zwischen den Übungen in Russland und denen in den USA. „Das ist reiner Zufall, mehr nicht“, so Siwkow weiter.

    Die USA haben am Montag mit dem Manöver „Global Thunder“ begonnen und Russland gemäß einer bilateralen Vereinbarung darüber informiert.

    Dabei sind die Ziele, die Russland und die USA mit ihren Manövern verfolgen, aus Sicht des ehemaligen russischen Botschafters in Washington, Sergej Kisljak, ziemlich unterschiedlich. „Während unsere Militärübungen sich immer auf die Gewährleistung der eigenen Sicherheit richten, werden die Amerikaner bei ihrem Manöver gemäß den Äußerungen von offiziellen Personen die Ausübung eines vielseitigen Einflusses auf einen beliebigen Gegner zu jeder Zeit in allen Winkeln der Welt üben“, so Kisljak.

    Start einer ballistischen Interkontinentalrakete vom Typ RS-12M Topol
    © Sputnik / Verteidigungsministerium Russlands
    Dabei sieht der ehemalige Botschafter hinter dem US-Manöver allerdings keine Gefahr für Russland. „Russlands Sicherheit ist gewährleistet, dazu gibt es alle notwendigen Eindämmungsmittel, die wenn nötig in Kampfbereitschaft versetzt werden können“, so der russische Diplomat.

    Am Donnerstag hatten die Strategischen Atomwaffenstreitkräfte in Russland geübt. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte daran teilgenommen und nach Angaben des Kremls persönlich vier Interkontinentalraketen gestartet. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau waren bei der Übung am Donnerstag eine land- und drei seegestützte ballistische Interkontinentalraketen ohne scharfen Sprengkopf gestartet worden, um die Steuerung der Strategischen Atomwaffenkräfte zu üben.

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    Tags:
    ballistische Rakete, Ziele, Sicherheit, Eindämmung, Manöver, Atomwaffen, Sergej Kisljak, USA, Russland