Widgets Magazine
12:59 23 September 2019
SNA Radio
    Russland-Affäre: Das FBI ermittelt auf Hochdruck

    Russland-Affäre: Ex-Trump-Berater gesteht vorsätzliche Falschaussagen vor FBI-Agenten

    © AFP 2019 / MEHDI TAAMALLAH
    Politik
    Zum Kurzlink
    1757
    Abonnieren

    George Papadopoulos, Ex-Berater von US-Präsident Donald Trump, hat bei seinem Verhör zur sogenannten Russland-Affäre Falschaussagen gemacht und einige seiner Kontakte mit einer Russin vorsätzlich verschwiegen. Bei diesen Gesprächen soll es um politische Themen gegangen sein, heißt es in einer Stellungnahme von Sonderermittler Robert Mueller.

    Einer der Berater zu außenpolitischen Sicherheitsfragen aus dem Wahlkampfteam von Donald Trump, George Papadopoulos, hat am 5. Oktober gestanden, dass er bei vorherigen Verhören vor FBI-Agenten vorsätzliche Falschaussagen gemacht hat. Hierbei soll es vor allem um Kontakte mit einer Russin gegangen sein. Dies geht aus einer am Montag verbreiteten Stellungnahme des Büros von Robert Mueller, dem Sonderermittler zu den möglichen Verbindungen von Donald Trumps Wahlkampfteam mit russischen Stellen, hervor.

    Papadopoulos hatte zuvor eigentlich erklärt, keine Beziehungen jeglicher Art mit der nicht näher genannten Russin gehabt zu haben. Die Gespräche mit der Frau sollen sich nur auf „alltägliche Standartphrasen“ beschränkt haben.

    Nun betont das Ermittlerteam, dass der Ex-Berater sich durchaus „sicher war, dass die Russin Kontakte zu hochrangigen Vertretern der russischen Regierung hat und dass sie dabei helfen kann, eine Reise nach Russland zu organisieren.“

    „Im Laufe der Wahlkampfkampagne hat er elektronischen Schriftverkehr geführt sowie mehrmals über Skype mit der Russin über die Möglichkeit gesprochen, eine Reise nach Russland zur Besprechung außenpolitischer Fragen zu organisieren“, heißt es in der Stellungnahme.

    Bereits im August hatte die US-Zeitung „The Washington Post“ darüber berichtet, dass Papadopoulos angeblich versucht hatte, für Trump ein Treffen mit Vertretern der russischen Regierung zu organisieren. Das Blatt bezog sich dabei auf den E-Mail-Verkehr von Mitgliedern des Wahlkampfteams von Trump.

    „The Washington Post“ gab hierbei an, dass Papadopoulos in einer Reihe seiner Emails vorgeschlagen haben soll, ein Treffen zwischen der amerikanischen Seite „und der russischen Regierung (zu organisieren), um die Beziehungen zwischen den USA und Russland unter Präsident Trump zu besprechen“.

    Absolut verheddert: Gab es nun eine „russische Wahleinmischung“ oder nicht?
    © Sputnik / Vitaliy Podvitskiy
    Absolut verheddert: Gab es nun eine „russische Wahleinmischung“ oder nicht?

    Papadopoulos soll dabei seine Kollegen, die dem Vorhaben gegenüber eher skeptisch gewesen seien, mehrfach davon zu überzeugen versucht haben, dass seine Kontakte nach Russland hierbei vorteilhaft wären.

    Die Ermittlungen zu Russlands angeblicher „Einmischung in die amerikanischen Wahlen“ sowie zu mutmaßlichen Verbindungen von Trump zu Russland, welche im Weißen Haus ebenso wie im Kreml verneint werden, laufen gegenwärtig im FBI und im Kongress der USA. Zum Sonderstaatsanwalt dieser Ermittlungen war der Ex-FBI-Chef Robert Mueller ernannt worden.

    Russland hat die Beschuldigungen, die US-Präsidentschaftswahl beeinflusst versucht zu haben, wiederholt als „absolut unbegründet“ zurückgewiesen.

    Zahlreiche russische Experten sehen das Verfahren zur russischen Einmischung derweil als einen Beweis für System-Probleme in der amerikanischen Politmaschine.

    „Das ist die fehlende Bereitschaft zuzugeben, dass im politischen System in den Beziehungen zwischen Parteien und im Wahlprozess sehr ernsthafte Krisenerscheinungen zu erkennen sind“, sagte etwa der Politologe Fjodor Woitolowski.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Auch Einmischung in Südafrikas Politik? Kreml reagiert auf Vorwürfe
    CIA-Chef: Angebliche russische Einmischung hatte keinen Einfluss auf US-Wahl
    Handelsbeziehungen zu Deutschland: Lawrow scherzt über „Einmischung in Wirtschaft“
    US-Senat: „Null Beweise“ für russische Einmischung in US-Wahlen
    „Absoluter Quatsch“ – Experte zu angeblicher Einmischung Russlands in Katalonien
    US-Senatoren mit Twitter-Bericht über Russlands „Einmischung“ unzufrieden
    Tags:
    Wahleinmischung, FBI, Robert Mueller, Donald Trump, USA, Russland