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08:10 19 September 2019
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    Ein WikiLeaks-Unterstützer vor der ecuadorianischen Botschaft in London

    Assange: US-Wahlkampf-Leaks stammen von…

    © REUTERS / Toby Melville
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    Der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, hat erzählt, wie seine Organisation Zugang zu den E-Mails der ehemaligen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton bekommen hat.

    „Tausende E-Mails von Clinton, die WikiLeals veröffentlicht hatte, wurden nicht gehackt, sondern vom US-Außenministerium auf der Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes am 3. März 2016 empfangen“, schrieb Assange via Twitter.

    Zuvor war bekannt geworden, dass Hillary Clinton in ihrer Amtszeit als US-Außenministerin einen privaten E-Mail-Server verwendete. Das FBI ermittelte in dieser Sache bereits zwischen 2015 und 2016, ob die betreffenden Korrespondenzen auch geheimes Material beinhalteten. Kurz vor der Präsidentschaftswahl ließ FBI-Chef James Comey die Ermittlungen wieder aufnehmen, da seine Behörde auf E-Mails gestoßen sei, die für die Untersuchung der Clinton-Affäre rund um die Mails „relevant“ sein könnten.

    2016 hatte WikiLeaks Tausende interne E-Mails der Demokraten veröffentlicht. Diese Korrespondenz zeugte davon, dass die Parteifunktionäre bei den Präsidentschaftsvorwahlen, allen Regeln zum Trotz, Hillary Clinton zu Ungunsten ihres Konkurrenten Bernie Sanders ihre Unterstützung zugesichert hatten. Im Oktober 2016 hatte das US-Innenministerium die russische Regierung der Beteiligung an Hackerangriffen beschuldigt, die vor den Wahlen auf US-Politiker und Parteien verübt worden sein sollen. Daraufhin hatte Russlands Präsident Wladimir Putin im Interview mit der Agentur Bloomberg mitgeteilt, Moskau beschäftige sich nicht mit Hacker-Angriffen auf Staatsniveau und habe mit den Angriffen nichts zu tun. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow ergänzte, Washington solle seine an Moskau gerichteten Vorwürfe entweder einstellen oder stichhaltige Beweise vorlegen. „Sonst sieht das sehr unanständig aus“, gab er an.

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    Tags:
    Hacker, E-Mails, Wahlkampf, US-Außenministerium, WikiLeaks, Julian Assange, Hillary Clinton, Wladimir Putin, USA, Russland