17:43 13 Dezember 2017
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    Fall Manafort: Fühlt sich Moskau nun gerechtfertigt? – Kreml nimmt Stellung

    © AFP 2017/ Yuri Kadobnov
    Politik
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    Moskau hat sich Kreml-Sprecher Dmitri Peskow zufolge wegen der Vorwürfe der angeblichen Einmischung in die US-Wahlen nie schuldig gefühlt.

    „Moskau hat sich nie schuldig gefühlt, um sich nun gerechtfertigt zu fühlen“, sagte Peskow gegenüber Journalisten. Somit reagierte der Sprecher des russischen Präsidenten auf die Klage gegen den Ex-Wahlkampfberater von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, der der Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten sowie der Verheimlichung von Lobbyarbeit in Kiews Interessen beschuldigt wird.

    Von Vornherein habe Moskau sein fehlendes Verständnis für „unbegründete und haltlose Anschuldigungen gegen das Land über eine angebliche Einmischung in die Präsidentschaftswahlen in den USA“ geäußert. „Wir haben dies vom Anfang an entschlossen dementiert und tun dies weiter“, betonte Peskow.

    Zuvor war Trumps Ex-Wahlkampfmanager Paul Manafort wegen seiner früheren Ukraine-Geschäfte angeklagt worden. Gemeinsam mit seinem Ex-Geschäftspartner Rick Gates soll Manafort in den USA die Interessen der ukrainischen Regierung lobbyiert haben. Die Anklage umfasst insgesamt zwölf Punkte. Dazu zählen unter anderem Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten und Geldwäsche. Ihm wird unter anderem zur Last gelegt, 18 Millionen Dollar gewaschen zu haben.

    Daraufhin merkte Trump auf seinem Twitter-Account an, dass die Anklage gegen Manafort sich auf Vorgänge beziehe, die „Jahre her“ seien, bevor Manafort Teil seiner Wahlkampagne geworden sei.

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    Tags:
    Geldwäsche, Lobbyismus, Einmischung, Interessen, Klage, US-Präsidentschaftswahl 2016, Kreml, Dmitri Peskow, Ukraine, Russland, USA
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