Widgets Magazine
14:29 12 November 2019
SNA Radio
    Google

    Google klärt über angebliche „Manipulationen“ russischer Medien auf

    © AP Photo /
    Politik
    Zum Kurzlink
    111332
    Abonnieren

    Das US-amerikanische Unternehmen Google hat in einem Bericht mitgeteilt, ob auf seinen Internet-Plattformen Manipulationen seitens RT und anderer russischer Medien festgestellt worden waren.

    Google hat im Rahmen der Ermittlungen der angeblichen russischen Einmischung in die Präsidentschaftswahlen 2016 keine Verstöße gegen Nutzungsbedingungen seiner Internet-Plattformen seitens Subjekten festgestellt, die „mit den russischen Behörden“ verbunden sein könnten.

    Zwei mit der Internet Research Agency zusammenhängenden Accounts, die von US-Medien als „Kreml-nahe“ Institution bezeichnet werden, sollen insgesamt 4.700 US-Dollar für Werbung auf Google-Plattformen während der Präsidentschaftswahlen 2016 bezahlt haben.

    „Diese Werbung war nicht auf konkrete Benutzergruppen gezielt. Wir haben keine Beweise dafür gefunden, dass die Werbung geographisch – zum Beispiel auf konkrete Staaten – oder je nach angenommenen politischen Präferenzen der Nutzer – zum Beispiel auf Rechte oder Linke – orientiert war“, so Google.

    Auf seiner Plattform YouTube habe Google 18 englischsprachige Kanäle gefunden, die vermutlich einen Einfluss auf die Wahlen gehabt haben konnten. Dort wurden unter anderem auch politische Inhalte angeboten, hieß es. Google zufolge wurden aber insgesamt 1108 Videodateien mit einer Gesamtdauer von 43 Stunden seit Juni 2015 bis November 2016 nur rund 309.000 mal angeschaut. Nur drei Prozent von ihnen wurden mehr als 5.000 Mal aufgerufen.

    „Videos auf diesen Kanälen waren nicht auf die USA oder einen konkreten Teil der US-Bevölkerung abgezielt“, teilte Google mit.

    Laut Google sind keine Beweise für Manipulationen seitens russischer staatlicher Medien auf YouTube gefunden worden.

    „RT und alle anderen staatlich finanzierten Medien unterliegen weiterhin unseren Standardregeln", heißt es im Bericht von Google.
    Was die Suchservices des Unternehmens angeht, so hat Google auch keine Beweise dafür gefunden, dass „mit dem Staat verbundene oder staatlich finanzierte Subjekte unangemessene Methoden verwendet hatten, um ihr Rating zu erhöhen“.

    In seinem sozialen Netzwerk Google+ fand das Unternehmen keine Beiträge mit politischen Inhalten, die von den angeblich mit russischen Behörden verbundenen Subjekten stammen würden. Es seien nur einige Beiträge auf Russisch und nur eine geringe Anzahl mit unpolitischen Inhalten entdeckt worden.

    Zuvor hatten sich Facebook und Twitter verpflichtet, dem US-Senat Daten über Accounts zur Verfügung zu stellen, die mit Russland verbunden sein könnten. Darüber hinaus verschärfte Facebook seine Regeln für die Platzierung von politischer Werbung im Sozialnetzwerk. Twitter hat Werbung in Accounts, die RT und Sputnik gehören, verboten.

    US-Medien hatten Russland mehrmals beschuldigt, Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen 2016 durch Sozialnetzwerke unterstützt zu haben. Dabei wurden keine Beweise für diese Behauptung vorgelegt.

    Facebook und Twitter verpflichteten sich bezüglich dieser Frage, mit dem US-Kongress zusammenzuarbeiten, der die angebliche russische Einmischung sowie „Trumps Komplott mit Russland“ untersucht. Beides wird sowohl im Weißen Haus als auch im Kreml verneint. Russland weist die Beschuldigungen als „absolut unbegründet“ zurück. Zahlreiche russische Experten sehen das Verfahren über die russische Einmischung derweil als einen Beweis für System-Probleme in der amerikanischen Politmaschine.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Simonjan darüber, wann westliche Medien Wahrheit über Russland sagen werden
    Facebook will Geheimdienstmitarbeiter für Prüfung politischer Werbung einstellen
    Kreml bedauert Twitter-Entscheidung zu RT und Sputnik