22:48 09 April 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    2241
    Abonnieren

    Die syrische Armee rückt mit Unterstützung russischer Spezialisten und der russischen Luftwaffe aktiv an mehreren Fronten im syrischen Krieg vor. Nun hat der russische Syrien-Sondergesandte, Alexander Lawrentjew, auf die aktiven Terrorgruppierungen in den Deeskalationszonen hingewiesen und die Ausarbeitung neuer Reaktionsmechanismen angeregt.

    In den Deeskalationszonen, die von den wichtigsten Konflikt- und Vermittlungsparteien zur möglichst schnellen Beilegung des Krieges in Syrien vereinbart wurden, sind weiterhin vereinzelte Terrorgruppierungen aktiv.

    Moskaus Sondergesandter und Vertreter der russischen Delegation bei den Astana-Friedensgesprächen zu Syrien, Alexander Lawrentjew, hat hierzu erklärt, dass es daher notwendig sei, weitere Maßnahmen zum wirksamen Schutz der Bevölkerung in diesen Zonen auszuarbeiten.

    Gleichzeitig merkte er an, dass diese Terrorgruppen zwar einzeln agieren und nicht unter einem gemeinsamen Kommando stehen würden, ihre quantitative Kampfstärke dennoch relativ hoch sei.

    Diese Gruppen würden erheblich den Friedensprozess stören. Nicht selten würden sie das Feuer gegen Regierungstruppen eröffnen, um so gezielt Antwortmaßnahmen der Armee nicht nur gegen sich selbst, sondern auch gegen moderate Gruppen in diesen Zonen zu provozieren.

    „Aber wir versuchen im Moment neue Reaktionsmechanismen auf diese Handlungen zu erarbeiten, um die Zivilbevölkerung in den Gebieten der Deeskalation zu schützen“, erklärte der Politiker.

    Außerdem äußerte der Sondergesandte die Hoffnung, dass innerhalb der nächsten ein-zwei Monate es keine Ortschaften mehr geben würde, in denen noch Terrorzellen aktiv wären.

    "Der Kampf gegen den IS ist in seinem Endstadium angelangt, er nähert sich dem Ende", unterstrich Lawrentjew.

    In diesem Zusammenhang sei jetzt die höchste Zeit, an eine politische Regulierung zu denken.

    Der Syrien-Krieg war 2011 ausgebrochen. Gegen die Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad kämpfen sowohl von den USA unterstützte Rebellen als auch die islamistischen Terrormilizen Daesh, al-Nusra-Front und andere.

    Die russische Luftwaffe fliegt seit September 2015 auf Bitte der Regierung in Damaskus Luftangriffe gegen die Terroristen.

    Parallel dazu bemüht sich Russland gemeinsam mit der Türkei und dem Iran um eine Aussöhnung der Regierung und der Opposition. Seit Ende 2016 gilt zwischen diesen eine Waffenruhe. Darüber hinaus wurden zum Schutz der Zivilbevölkerung sogenannte Deeskalationszonen eingerichtet.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Giftgas-Angriffe in Syrien: US-Professor findet Fehler im UN-Bericht
    Russland hat seine Hauptziele in Syrien erreicht
    Russland wird Militärpräsenz in Syrien reduzieren – Medien
    IS-Kämpfer fliehen aus Irak nach Syrien – Medien
    Israel hat Syrien „im Casino verspielt“ – Ex-Berater Netanjahus
    185 Tonnen in 24 Stunden: Russische Militärs bringen UN-Hilfsgüter nach Syrien
    Tags:
    Krieg gegen den Terror, Deeskalationszonen, Friedensgespräche, IS, Syrien