03:24 03 Juni 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    3785
    Abonnieren

    Die Beschädigung von zwei Gas-Pipelines und einer Hochspannungsleitung auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim ist anscheinend ein Sabotageakt. Wie es dazu kam, berichtet der Politologe und Vize-Vorsitzende der Gesellschaftskammer der Republik Krim, Alexandr Formantschuk, in einem Interview mit Sputnik.

    „Ich teile eher die Meinung, dass dies Terroranschläge waren“, sagte Formantschuk. „Anschläge, die allerdings zu keinen ernsthaften Zerstörungen der Infrastruktur führten, diese wird schnell wieder aufgebaut.“

    Das zeuge allerdings davon, dass heutzutage fast alle Regionen auf unserem Planeten und alle Länder unter Terrorattacken leiden. „Vielleicht ist es gewissermaßen symbolisch, dass es bei uns vor dem Hintergrund dessen, was sich in New York ereignete und ebenfalls als Terroranschlag eingestuft wurde, zu diesem Zwischenfall kam. Der Terror ist also zu einem Zeichen unserer Zeit geworden und kann nur gemeinschaftlich bekämpft werden“, so der Experte.

    Formantschuk zufolge entpuppt sich der Unwillen des Westens, eine mit Russland einheitliche Front des Anti-Terror-Kampfes zu bilden, derzeit aber faktisch in einer Nichtverhinderung solcher Straftaten.

    „Ich schließe nicht aus, dass eine derartige Situation Feinde der Krim, von denen es in der Ukraine nicht wenig gibt, provoziert. Und somit fanden sich Menschen, die die Ausübung dieses Anschlags wagten“, so der Politologe. Dieser sei aber unprofessionell verübt worden, weswegen russische Geheimdienste nun alle Möglichkeiten haben, die Gründe der Havarie sehr schnell festzustellen.

    Angehörige einer russischen militärischen Tauchereinheit
    © Foto : Nationalgarde Russlands/Juri Muchin/Viktor Rjabow
    Formantschuk wandte sich zudem an die Einwohner der Krim und rief sie dazu auf, sich keine Sorgen zu machen, da es auf der Krim immer ruhig gewesen sei und auch so bleiben werde.

    Zuvor war berichtet worden, dass bei einer Besichtigung der Gas-Pipeline festgestellt worden war, dass der Schaden von außen zugefügt worden war. Somit wird laut dem russischen Anti-Terror-Komitee ein Sabotageakt vermutet — es sei womöglich Sprengstoff verwendet worden.

    Im August hatte der russische Inlandsgeheimdienst einen ukrainischen Agenten festgenommen und somit mehrere Sabotageakte vereitelt, die dieser geplant haben soll.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Warum ukrainische Saboteure von Krim nicht zurückkehren
    Festnahme von ukrainischem SBU-Agent auf der Krim - VIDEO
    Blackout, Steinschlag und Waldbrand auf Krim geplant: FSB fasst ukrainischen Agenten
    Krim-Regierung bezichtigt Kiew Entfesselung des „Diversionskrieges“