23:20 05 Dezember 2019
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    US-Kongressleute bei einer Plenarsitzung (Archivbild)

    Russische Botschaft verglich US-Kongressleute mit „Krämern, die Krieg entfesselten“

    © AP Photo / Zach Gibson
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    Die Aussagen der IT-Unternehmen Twitter, Facebook und Google vor dem US-Kongress haben laut der russischen Botschaft in den USA erneut bestätigt, dass es keine Beweise für die angebliche Einmischung Moskaus in den US-Wahlkampf gibt. Zudem verglich die Botschaft die US-Kongressmitglieder mit „Krämern, die einen Krieg entfesselten hatten“.

    „Wie es in letzter Zeit oft in den USA geschieht, versucht man, unbequeme Fakten mit Beleidigungen uns gegenüber zu decken“, heißt es in einer Mitteilung der russischen Botschaft in den USA auf Facebook.  

    Unter anderem hob die Botschaft die Erklärung eines Kongressmitglieds hervor, in der jener die russische Führung als „faschistisch“ bezeichnet haben soll.

    „Solche offene Provokationen beeinträchtigen die ohnehin nicht einfachen russisch-amerikanischen Beziehungen. Nun ist sogar für jene, die hier den Ton von Kaufleuten bevorzugen, die den Zweiten Weltkrieg entfesselt hatten, die Zeit gekommen, zu verstehen, dass sich die Russische Föderation nicht in die inneren Angelegenheiten der USA einmische“, so die Mitteilung.

    Zudem brachte die diplomatische Vertretung ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass der „Geist der Zusammenarbeit, darunter auch im Kampf,  in den bilateralen Beziehungen doch Oberhand gewinnen wird“.     

    „Er ist jetzt für den Kampf gegen die neue Bedrohung — den internationalen Terrorismus — erforderlich“, schrieb die Botschaft.

    Zuvor hatten sich Facebook und Twitter dazu verpflichtet, dem US-Senat Angaben über die Accounts, die mit Russland verbunden sein könnten, bereitzustellen. Facebook hatte auch seine Regelungen für politische Werbung verschärft, und Twitter hatte beschlossen, die Werbung der Accounts von RT und Sputnik zu blockieren.

    Die Ermittlungen zu Russlands angeblicher „Einmischung in die US-amerikanischen Wahlen“ sowie zu mutmaßlichen Verbindungen von US-Präsident Donald Trump zu Russland, die im Weißen Haus ebenso wie im Kreml verneint werden, laufen gegenwärtig im FBI und im US-Kongress.

    Russland hat die Beschuldigungen, versucht zu haben, die US-Präsidentschaftswahl zu beeinflussen, wiederholt als „absolut unbegründet“ zurückgewiesen.

     

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    Tags:
    Wahleinmischung, Botschaft, Twitter, RT, US-Kongress, Facebook, FBI, Google, Sputnik, USA, Russland