19:21 19 November 2018
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    Petro Poroschenko bei Militärparade zum Tag der ukrainischen Unabhängigkeit in Kiew (Archivbild)

    „Kiewer Politiker wollten Krim im Blut ertränken“ – Ex-Generalstabschef

    © Sputnik / Pressedienst des ukrainischen Präsidenten/ Mikhail Markiw
    Politik
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    Ukrainische Politiker haben nichts dafür getan, die Krim im Bestand der Ukraine zu halten, sondern sie wollten die Halbinsel im Blut ertränken. Das geht aus dem Vernehmungsprotokoll des ehemaligen Generalstabschefs der ukrainischen Streitkräfte, Juri Iljin, hervor.

    Das Dokument sei auf der Facebook-Seite von Maxim Gerasko, dem Anwalt des geflüchteten ukrainischen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch, veröffentlicht, schreibt das Portal Lenta.ru.

    Iljin zufolge hatten die Ereignisse 2014 auf dem Maidan-Platz in Kiew zunehmend Befürchtungen bei den Krim-Bewohnern ausgelöst. Die Oppositionellen hätten in persönlichen Gesprächen betont, nicht gewillt zu sein, einen Dialog mit den Krim-Bewohnern aufzunehmen.

    So hatte Vitali Klitschko, heute Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, versprochen, dass „man mit der Halbinsel noch härter umgehen wird als mit Kiew“. Der Chef der radikal nationalistischen Swoboda-Partei, Oleg Tjagnibok, drohte, die Krim-Bewohner würden sich noch „in eigenem Blut waschen“. „Wir werden sie wie einen Besen brechen“, so der Swoboda-Chef.

    Nach dem Beginn der Massenaktionen für die Wiedervereinigung der Krim mit Russland wagte der damalige ukrainische Verteidigungsminister Igor Tenjuch jedoch nicht, einsatzbereite Schiffe aus ihren Stationierungshäfen herauszuführen. Ende Februar 2014 wurde die Bereitschaftsstufe der ukrainischen Streitkräfte auf Befehl von General Wladimir Samana und mit Zustimmung des damals amtierenden Staatspräsidenten Alexander Turtschinow von „voll“ wieder auf „ständig“ gesenkt.

    Im März 2014 war die Krim nach einem Referendum der Russischen Föderation beigetreten. Kiew, die EU und die USA lehnten es ab, die Ergebnisse der Volksabstimmung anzuerkennen.

    Im Winter 2013/2014 hatte es Massenproteste im Zentrum von Kiew und in anderen ukrainischen Städten gegeben. Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Protestlern und den Ordnungshütern wurden 106 Menschen getötet. Diese Ereignisse führten zu einem Machtwechsel im Land. Im Februar 2014 gab die Werchowna Rada (Parlament) bekannt, dass Viktor Janukowitsch abgesetzt sei und das Land verlassen habe.

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    Tags:
    Politiker, Werchowna Rada, Facebook, EU, Vitali Klitschko, Oleg Tjagnibok, Viktor Janukowitsch, Alexander Turtschinow, Krim, Russland, Ukraine