17:16 18 November 2019
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    Protestaktion vor dem Gebäude der Werchowna Rada in Kiew

    Proteste in Kiew verlaufen nach US-Szenario – Donezker Republikchef

    © Sputnik / Stringer
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    Die Protestaktionen in Kiew laufen nach dem US-amerikanischen Szenario ab. Diese Meinung äußerte der Chef der selbsterklärten Republik Donezk, Alexander Sachartschenko.

    „Das Schwungrad der Zerstörung, das auf dem Maidan-Platz im Februar 2014 in Bewegung gesetzt worden war, dreht sich weiter. Das wird früher oder später zum Zerfall der Ukraine führen“, sagte Sachartschenko bei einer Online-Videoansprache. „Mehr noch, ich habe einen nicht unbegründeten Verdacht, dass der Zerfall der Ukraine konkrete Auftraggeber und Ausführer hat.“

    So ist laut dem Republikchef der ehemalige georgische Präsident und Ex-Gouverneur von Odessa, Michail Saakaschwili, einer der Ausführer des amerikanischen Szenarios. Denn die USA und konkret der Sondervertreter des US-Außenministeriums für die Ukraine, Kurt Volker, hätten Saakaschwili einen Freibrief für diese Proteste gegeben.

    Saakaschwili sei dabei das wichtigste gelungen – eine Plattform zu schaffen, die später von denjenigen genutzt werden könne, die zu einem Staatsstreich und einer Machtübernahme wirklich bereit seien. „Was den Donbass angeht, so haben die heutigen Ereignisse mit unserer Zukunft nichts zu tun“, fügte der Republikchef hinzu.

    Das Einzige, was das Schicksal des Donbass beeinflussen könnte, ist laut Sachartschenko „Kiews Zusammensturz“ als politisches und wirtschaftliches Zentrum. Denn aus dem dadurch entstandenen Chaos könne ein neues Land hervorgehen. „Und dieses neue Land ist für uns interessant“, so der Politiker weiter.

    Demonstranten in Kiew
    © REUTERS / Valentyn Ogirenko
    Mitte Oktober hatte in Kiew eine Protestaktion begonnen, die in russischsprachigen Medien auch „Michomaidan“ bezeichnet wurde (nach dem Organisator und Ex-Gouverneur von Odessa, Michail Saakaschwili). Die Protestler forderten die Aufhebung der Abgeordneten-Immunität, die Einrichtung von Anti-Korruptions-Gerichten sowie eine Reform des Wahlrechts. Die Demonstranten stellten vor der Werchowna Rada Dutzende Zelte auf und wollen dort solange verharren, bis ihre Forderungen erfüllt werden. Sollte dies nicht passieren, drohten sie mit der Absetzung des Präsidenten Petro Poroschenko. Am 19. Oktober beschloss das ukrainische Parlament, den Protestlern entgegenzukommen und eine Reihe von Forderungen zu erfüllen.

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    Tags:
    Auftraggeber, Szenario, Proteste, Michail Saakaschwili, Alexander Sachartschenko, Kiew, Ukraine