16:19 22 November 2019
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    Frau mit Flaggen von Frankrecih und Neukaledonien (Archivbild)

    Paris gibt Referendum über Unabhängigkeit von Neukaledonien grünes Licht

    © AFP 2019 / Marc le Chelard
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    Die französische Regierung hat eine Vereinbarung über das Selbstbestimmungsreferendum in Neukaledonien im kommenden Jahr getroffen. Dies berichtet der TV-Sender BFMTV unter Berufung auf den Premierminister des Landes, Edouard Philippe.

    Die Durchführung eines Unabhängigkeitsreferendums ist in der 1998 unterzeichneten Vereinbarung über die folgerichtige Dekolonisierung des Archipels im Pazifischen Ozean fixiert, der derzeit den Status eines französischen Überseegebiets hat.

    Seit 1853 wird die pazifische Inselgruppe, die zur Landmasse Zealandia gehört und etwa drei Flugstunden von Sydney entfernt liegt, vom Paris regiert. Die Grundlage ist der Sonderstatus einer Collectivité sui generis nach den Artikeln 76 und 77 der französischen Verfassung.

    Um die Unabhängigkeit von Neukaledonien geht es bereits seit Jahrzehnten. Schon 1987 gab es einen Volksentscheid, obwohl damals die Bewohner der Inselgruppe mit überwältigender Mehrheit gegen die Unabhängigkeit vom Mutterland Frankreich gestimmt hatten. Die meisten Ureinwohner boykottierten jedoch das Referendum. Während der französischen Präsidentschaftswahlen 1988 eskalierten die Auseinandersetzungen zwischen Europäern und Einheimischen. Damals kamen mehr als 20 Menschen ums Leben.

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    Unabhängigkeitsreferendum, Auseinandersetzungen, Vereinbarung, Tote, Edouard Philippe, Pazifik, Frankreich