11:09 06 Juni 2020
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    Russlands Außenministerium hat laut Minister Sergej Lawrow den interimistischen Geschäftsträger der Botschaft Österreichs in Moskau wegen der Verweigerung von Visa für Journalisten aus der Halbinsel Krim einbestellt.

    Obwohl die betroffenen Journalisten als Teilnehmer der OSZE-Sitzung „Die Rolle von freien Medien in einem umfassenden Zugang zu Sicherheit“ bereits gemäß allen Regeln registriert und akkreditiert worden seien, so Lawrow weiter, hätten sie keine österreichischen Einreisevisa bekommen.

    „Gestern haben wir den Geschäftsträger ad interim der Botschaft Österreichs ins Außenministerium einbestellt und die entsprechende Vorstellung gemacht“, sagte der russische Außenminister bei einer Pressekonferenz in Moskau.

    Er äußerte die Hoffnung, dass alle Länder, die Gastgeber dieser oder jener OSZE-Veranstaltungen seien, derartige Schritte in Zukunft nicht mehrzulassen würden.

    Aus Moskaus Sicht sei die Verweigerung von Visa ein Fehler, denn dadurch seien die Teilnehmer der OSZE-Sitzung in Wien der Möglichkeit beraubt worden, „die Wahrheit über die reale Situation auf der Halbinsel“ zu erfahren. „Das ist eine inakzeptable Situation, wenn in der Republik Krim und Sewastopol lebende Journalisten einer Diskriminierung und kollektiven Strafe für ihre Wahl unterworfen werden, die sie ganz bewusst 2014 getroffen haben“, betonte Lawrow abschließend.

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    Tags:
    Situation, Teilnahme, Verweigerung, Visa, Journalisten, Vorstellungen, einbestellt, Journalismus, OSZE, Sergej Lawrow, Krim, Russland, Österreich