07:02 20 Januar 2020
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    Um herauszufinden, wer den Befehl zum Mordanschlag auf den russischen Botschafter Andrej Karlow im Dezember 2016 gegeben hatte, müssen die Ermittler Zugang zum E-Mail-Fach des Mörders bekommen. Zumindest wissen sie jetzt, von wo aus das letzte Mal darauf zugegriffen wurde, berichtet die türkische Zeitung „Karar“.

    Der letzte Zugriff auf das Postfach von Mevlüt Mert Altintas, dem Mörder des russischen Botschafters Andrej Karlow, erfolgte nach Angaben der türkischen Staatsanwaltschaft von einem Studentenwohnheim im Norden Zyperns aus. Wie die Ermittler nach dem Anschlag auf den Botschafter feststellten, waren die Nachrichten auf dem Gmail-Konto gelöscht.

    Die Strafverfolger nehmen an, dass ein Komplize des Mörders innerhalb der FETÖ die Nachrichten gelöscht hat. Mutmaßlich hatte er auch den Befehl zum Mord an dem Botschafter erteilt. Derzeit prüfen die Staatsanwaltschaft und die Terrorfahnder die Belegliste des Studentenwohnheims, schreibt das Blatt.

    Zuvor hätten die türkischen Ermittler den US-Konzern Apple darum gebeten, beim Entsperren des Mobiltelefons des Mörders behilflich zu sein – der Konzern habe dies jedoch abgelehnt, so die Zeitung. Derzeit werde mit einer türkischen Firma verhandelt, die für das Entsperren des Smartphones 20.000 Dollar verlange – ohne Erfolgsgarantie, berichtet das Blatt.

    Sollten die Ermittler tatsächlich Zugang zu dem Telefon erhalten, könnten die gelöschten E-Mails wiederhergestellt werden. Dann könnten auch die Drahtzieher des Mordanschlags auf den russischen Botschafter Andrej Karlow ermittelt werden.

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    Tags:
    Ermittlung, Attentat, Mord, Botschafter, Terrormiliz Daesh, Andrej Karlow, Türkei, Russland