03:55 10 Dezember 2019
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    Cyber-Sicherheit. Symbolbild

    Nato gesteht Unfähigkeit zu selbstständiger Bekämpfung von Cyberbedrohungen

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    Die Nato ist nach Angaben des Beraters ihres Generalsekretärs, Sorin Ducaru, nicht in der Lage, selbstständig Cyberbedrohungen zu bekämpfen. Dabei verglich er die Informationssicherheit mit einem Teamsport.

    „Wir müssen gemeinsam handeln. Und wenn wir unsere Bemühungen vereinigen, werden wir in der Lage sein, das Verteidigungsniveau zu erhöhen“, so der Berater am Freitag auf einer OSZE-Konferenz für Cybersicherheit in Wien.

    Ducaru zufolge konzentriert sich die Nato bei ihrem Kampf gegen Cyberbedrohungen auf die Kooperation mit internationalen Organisationen, Partnerstaaten, wissenschaftlichen Kreisen und Industriellen. Der Berater rief dazu auf, Normen des verantwortungsvollen Verhaltens im Cyberraum auszuarbeiten und gleichzeitig diesen Bereich zu festigen.

    Zuvor habe die Allianz die Cybersicherheit allein im Kontext des technischen Aspekts betrachtet, erläuterte Ducaru ferner. Nun gebe es jedoch andere Akzente, weshalb die Nato die Cybersicherheit zu einer der Grundlagen ihrer Politik gemacht habe.

    „Der Cyberraum ist bedroht und wird oft zum Streitterritorium. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, in die Gewährleistung der Sicherheit im Informationsraum zu investieren, so wie wir diese in der Luft, zu Wasser und zu Land gewährleisten“, schloss der Nato-Vertreter.

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    Tags:
    Cybersicherheit, NATO