21:18 29 März 2020
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    Russland wird seine Stützpunkte in Syrien allem Anschein nach auch nach dem Sieg über der Terrororganisation „Islamischer Staat“ nicht verlassen, teilte der russische Vize-Außenminister Oleg Syromolotow gegenüber RIA Novosti am Montag mit.

    „Wie das alles sein wird, hängt von den Umständen ab, die sich ergeben werden. Wir haben dort ja zwei Stützpunkte. Und ich denke, dass sie auch bleiben werden. In welcher Form, kann ich nicht beurteilen – ich bin ja nicht der Verteidigungsminister“, sagte er.

    Neben dem IS gebe es auch andere Herausforderungen in Syrien: Während der „Islamische Staat“ derzeit nur zehn Prozent des einst von ihm besetzten Territoriums unter seiner Kontrolle beibehalten hätte, so bleibe die Terrormiliz „Dschebhat an-Nusra“ auch weiter aktiv. Ferner würden kleinere Gruppierungen sich zwischen den Fronten bewegen und die Seiten wechseln sowie eigene, individuelle Interessen verfolgen.

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    © YouTube / Russlands Verteidigungsministerium

    „Es tauchen sehr oft unerwartete Akteure auf, die es auf dem Feld zuvor nicht gegeben hatte. Sie tauchen auf, und schon hat sich die Situation radikal geändert“, sagte Syromolotow. Ein Beispiel dafür seien die Ergebnisse der kurdischen Wahlen, die darauf Einfluss nehmen könnten, welche Position und Seite die Kurden künftig einnehmen.

    „Deshalb bestehen einfach keine wirklichen Aussichten darauf, irgendetwas zu garantieren oder einen Zeitplan festzulegen“, fügte er hinzu.

    Im März des vergangenen Jahres hatte der russische Präsident Wladimir Putin im Zuge der erfolgreichen Offensive gegen den IS einen teilweisen Abzug eines Großteils der russischen Luftstreitkräfte aus Syrien angeordnet. Dabei verzichtete Russland nicht auf gezielte Unterstützung der syrischen Regierungstruppen durch die russische Luftwaffe, auch werden der syrischen Regierung weiterhin Waffen und Kriegstechnik geliefert sowie militärische Ausbilder und Berater  zur Verfügung gestellt.

    Die Stützpunkte im syrischen Hmeimim und Tartus werden beibehalten, auch das russische Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien arbeitet nach wie vor weiter und hatte kürzlich die Eröffnung einer Abteilung in der befreiten syrischen Stadt Deir ez-Zor bekanntgegeben.

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    Tags:
    Tartus, Hmeimim, Syrien, Russland