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01:23 15 Oktober 2019
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    Luftanschläge der Russlands Luftwaffe in Syrien (Archiv)

    Mit Russlands Luftwaffe: „Wir schafften es, die IS-Wirtschaft zu untergraben“

    © AP Photo / Russian Defense Ministry Press Service
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    Der Einsatz gegen die Terrorgruppe IS in Syrien scheint sich einem erfolgreichen Ende zu nähern – und Russland hat einen sehr großen Beitrag dazu geleistet. Das betonte Viktor Bondarew, einst Russlands Luftwaffenchef und nun Leiter des Verteidigungsausschusses im Föderationsrat, dem russischen Parlamentsoberhaus.

    Bondarew schreibt in einem Gastbeitrag für die „Rossijskaja Gaseta“, nach russischen Militärangaben von Anfang November kontrolliere die Terrorgruppe IS weniger als fünf Prozent des syrischen Territoriums. Das Tempo ihrer Zerschlagung sei beeindruckend. Falls alles nun nach Plan laufe, werde Syriens Territorium bis zum Jahresende von den Terroristen komplett befreit sein, hieß es.

    Der Widerstand der Dschihadisten sei vereinzelt: „Die von unseren Streitkräften unterstützte Offensive der Regierungstruppen von Baschar Assad auf die Lager radikaler Islamisten weitet sich geographisch aus.“

    Ende Oktober hätten russische Tu-22M3-Bomber erneut Luftangriffe geflogen. Unter anderem sei dabei ein großes Waffendepot der Terroristen in der Provinz Deir ez-Zor zerstört worden, so der Ex-Luftwaffenchef.

    Er berichtet, im Laufe des Anti-Terror-Kampfes in Syrien seien insgesamt nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums (Stand: 1. November) mindestens 200 IS-kontrollierte Öl- und Gasvorkommen vernichtet worden, aber auch mehr als 180 Ölraffinerien, mehr als 120 Brennstoff-Umpumpstationen und rund 4.000 Tanklaster: „All dies wurde zu einem wesentlichen Teil von den russischen Luftstreitkräften erreicht.“

    „Ein weiterer wichtiger Aspekt besteht darin, dass wir es schafften, die IS-Wirtschaft zu untergraben, die vom Kohlenwasserstoff-Verkauf direkt abhängig ist“, betont Bondarew weiter.

    „Vor zwei Jahren, als Russland seinen Syrien-Einsatz erst startete, bekam der Etat der Terrorgruppe rund 50 Millionen US-Dollar monatlich aus dem Ölverkauf auf dem syrischen Territorium (…) In Einzelfällen erreichten die Einnahmen zehn Millionen Dollar täglich“, so Bondarew.

    Er stellt fest: „Mittlerweile schrumpften die IS-Einnahmen aus dem Ölverkauf auf drei bis vier Millionen Dollar monatlich. Der finanzielle Schaden verursachte für die Kämpfer ein ernsthaftes Problem mit neuen militärtechnischen und menschlichen Ressourcen.“

    Allein mit militärischen Methoden lasse sich der Terrorismus allerdings nicht bekämpfen. Das Risiko gezielter Anschläge in anderen Ländern durch diejenigen, die jetzt in Syrien kämpfen, sei leider hoch, hieß es.

    Nötig sei daher eine breite internationale Anti-Terror-Konsolidierung – politisch, diplomatisch, sozial, humanitär, intellektuell und moralisch, schreibt Bondarew. Er ermahnte insbesondere die USA zu einem „wahren Kampf“ gegen den internationalen Terrorismus: „Denn unter dem Deckmantel des Kampfes gegen die IS- und die Al-Nusra-Männer haben die USA gemeinsam mit ihren Satelliten lange versucht, das Regime von Baschar Assad zu vernichten.“

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    Tags:
    Wiederaufbau, Ressourcen, Wirtschaft, Luftschläge, IS, Russische Luftwaffe, Russland, Syrien