16:58 29 Januar 2020
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    In den vergangenen Monaten hat sich nach Angaben des Magazins „Foreign Policy“ in einem syrischsprachigen Telegram-Kanal ein virtueller Schwarzmarkt gebildet, wo oppositionelle Kämpfer und womöglich auch Mitglieder von Terror-Organisationen von den USA gelieferte Waffen und sogar einen rostigen T-55-Panzer erwerben können.

    Die Zeitschrift veröffentlichte nach eigenen Recherchen Dutzende Fotos von Postings auf einem Telegram-Kanal, wo Gewehre, Panzerfäuste und vielerlei andere Waffen zum Verkauf angeboten werden.

    Ein Sprecher der US-geführten Anti-Terror-Koalition habe auf Anfrage des Magazins eingeräumt, dass die Waffen offenbar im Zuge eines US-Ausrüstungsprogramms für die Oppositionsstreitkräfte nach Syrien gelangt seien.

    ​Nach Angaben des Blattes folgen über 5.000 Menschen dem Telegram-Kanal. Vor allem würden sich die Follower – Verkäufer und potentielle Käufer – im Nordwesten der Provinz Idlib aufhalten. Genau dort würden sich derzeit außerdem viele Mitglieder der syrischen Oppositionskräfte befinden.

    Darüber hinaus seien neben US-amerikanischen Waffen auch Kalaschnikows und Sprengstoff aus nicht detonierten Bomben angeboten worden.

    ​Die Preise variieren laut „Foreign Policy“ zwischen wenigen Dutzend und mehreren Tausend US-Dollar. Ein Sprengstoffgürtel sei beispielsweise für nur rund 50 Dollar, ein gepanzerter Wagen für 38.000 Dollar und ein rostiger T-55-Panzer der Regierungsarmee für 150.000 Dollar erhältlich gewesen.

    Neben Waffen soll auch eine Münze aus den Zeiten Alexanders des Großen zum Verkauf gestanden haben.

     

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    Tags:
    Waffen, Syrien, USA