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13:52 20 Juli 2019
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    Keine Ruhe bei AfD: Landeschef in Rheinland-Pfalz stößt auf Widerstand

    © AFP 2019 / John Macdougall
    Politik
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    Nach dem Austritt der AfD-Chefin Frauke Petry nehmen die Auseinandersetzungen in der Partei zu. Jetzt ist davon auch die AfD-Fraktion in Rheinland-Pfalz betroffen: der Landeschef Uwe Junge stößt auf heftigen Widerstand, berichtet die „Huffington Post“.

    Das habe laut „Huffington Post“ schon Ende Oktober begonnen. Da versäumte Junge, die Einladungen zum Parteitag rechtzeitig an die Mitglieder zu verschicken. Dem Polit-Experten Werner Patzelt zufolge können interne Gegner diese kleinen Formfehler ausnutzen, um sich gegen die Führung durchzusetzen.

    Das hat Junges Stellvertreterin Christiane Christen schon gemacht. Sie rief dazu auf, zu den "Gründungsidealen der Partei" zurückzukehren. Außerdem hält Christen die Verteilung von Posten für „undurchsichtig“ und fordert vom Landesvorstand, zur „Integrität und Rechtstreue“ zurückzukehren.

    Junge weist jedoch alle Vorwürfe zurück. In einer Mail, die der „Huffington Post“ vorliegt, bezeichnete er sie als „falsch und böswillig“. „Ich möchte diesem Aufruf mit einem Schreiben an Sie alle entgegentreten, weil hier der erneute Versuch unternommen wird, die gute Arbeit des Landesvorstands und der Fraktion in Frage zu stellen“, appelliert der Landeschef an die Mitglieder.

    Der Machtkampf in Rheinland-Pfalz könnte laut den Experten nicht nur für Junge, sondern auch für die Partei bundesweit negative Folgen haben. Der Politologe Carl Berning sagte der „Huffington Post“, dass die Aussichten von Junge auf eine Karriere in Berlin schwinden würden, denn es scheint, dass die AfD in Rheinland-Pfalz unkontrolliert agiere. Außerdem sehen einige Experten in diesen Vorgängen einen Kampf des rechten Lagers um die Führungsrolle in der Partei: Junge gilt als gemäßigt und galt bisher als Vertrauter von Frauke Petry.

    Ende des Jahres soll der Landesparteitag stattfinden – und dort können die Auseinandersetzungen noch eskalieren. Falls Junge nicht wiedergewählt wird, wäre das ein weiterer Schritt zur Radikalisierung der Partei, so der Politologe Berning.

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    Tags:
    Auseinandersetzungen, Widerstand, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, Uwe Junge, Rheinland-Pfalz, Deutschland