08:22 14 Dezember 2019
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    Konflikt zwischen USA und China ist die größte Gefahr für Weltwirtschaft – Experte

    © AFP 2019 / Jewel Samad
    Politik
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    Ein Handelskonflikt zwischen den USA und China stellt eine größere Gefahr für die Weltwirtschaft dar als das nordkoreanische Atomprogramm. Das hat der Hauptökonom der National Australia Bank Ltd., Alan Oster, gesagt.

    Der Experte schätzte die Möglichkeit eines destruktiven Handelskrieges zwischen den zwei größten Weltwirtschaften auf ungefähr eins zu fünf ein. Das sei das größte Risiko für das globale Wachstum, das nach wie vor ein gutes Tempo beibehält und von diesjährigen 3,4 Prozent auf 3,6 Prozent im kommenden Jahr steigen soll.

    „Das wird Asien und das wird die Verbrauchsstoffe umbringen“ und Auswirkungen auf die globale Wirtschaft haben, sagte Oster der Agentur Bloomberg. „Im Großen und Ganzen ist die Welt, glaube ich, in Ordnung. Es gibt viele geopolitische Risiken, ich bin aber mehr über Trump und China besorgt“.

    Ein mögliches Verhängen von Handelsstrafen, von denen noch bevor dem Amtseintritt des US-Präsidenten Donald Trump gesprochen wurde, seien während seines ersten offiziellen Asien-Besuchs in dieser Woche das wichtigste Thema für die Weltwirtschaft.

    Mehr zum Thema: „Risiken für internationales Finanzsystem“: Wie die USA dem Dollar schaden könnten

    Bei einer Pressekonferenz mit dem japanischen Premier Shinzo Abe versprach Trump „sehr, sehr starke Handlungen“ bezüglich der Handelsbeziehungen zu China.

    Einer der Gründe für Osters Unruhe seien die bevorstehenden Wahlen in den USA im kommenden Jahr, die Trump dazu antreiben könnten, Maßnahmen zu treffen, die keine Genehmigung des US-Kongress brauchen. Das könne das etwas unerwartete Wachstum im Welthandel behindern, das möglicherweise mit dem optimistischen Wachstum in China verbunden sei.

    Mehr zum Thema: US-Weltordnung ist am Ende – Bloomberg

    Ein sicheres globales Bankensystem und ein stabiles Wachstum in den USA, das auf ungefähr 2,3 Prozent im kommenden Jahr (nach 2,1 Prozent in diesem Jahr) geschätzt wird, sollen laut Oster die Aussichten der Weltwirtschaft unterstützen. Demnach zieht Trump vielleicht von der Durchführung der Steuerreform einen Nutzen, die das US-Wachstum anspornen soll.

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    Tags:
    Wirtschaft, Bloomberg, Donald Trump, China, USA