02:29 16 August 2018
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    Demonstration für Befreiung der politischen Gefangener in Barcelona (Archiv)

    Assange: Bloomberg verbreitet anti-katalanische Propaganda

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    Politik
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    Der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks Julian Assange hat die Agentur Bloomberg der Verbreitung von „anti-katalanischer Propaganda“ bezichtigt.

    Sie habe Vermutungen enthalten, dass sich Hacker aus Russland angeblich in die Volksabstimmung für Kataloniens Unabhängigkeit von Spanien eingemischt hätten.

    In einem Interview mit Bloomberg behauptete Mira Milosevich vom Forschungszentrum Elcano Royal Institute, dass während des katalanischen Referendums in sozialen Netzwerken eine Desinformationskampagne organisiert worden sei, die das russische staatliche Fernsehen unterstützt habe.

    „Ohne elementare Sorgfalt hat Bloomberg  anti-katalanische Propaganda verbreitet, die Russland beschuldigt und von einer quasi staatlichen Clique stammt“, twitterte Assange.

    ​Er wies darauf hin, dass Großbritannien, Frankreich und Deutschland von keiner Einmischung berichtet und dass amerikanische, britische und andere Medien einen Zuwachs pro-katalanischer Berichte „von über 2000 Prozent“ gezeigt hätten.

    „Das ist offensichtlich“, schloss der WikiLeaks-Gründer.

    Am 1. Oktober hatten nach katalanischen Angaben 90 Prozent der Wähler in einer Volksabstimmung für die Unabhängigkeit von Spanien gestimmt. Von Madrid war das Referendum untersagt worden. Zahlreiche Wahllokale wurden von der spanischen Polizei geschlossen und viele Stimmzettel beschlagnahmt. Viele Gegner der Abtrennung hatten nicht teilgenommen, die Wahlbeteiligung kam nur auf 43 Prozent.

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    Tags:
    Propaganda, Einmischung, Bloomberg, Julian Assange, Russland, Katalonien
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