22:52 27 Februar 2020
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    Der russische Markt ist laut dem Chef der Oberhaus-Kommission für Informationspolitik, Alexej Puschkow, für westliche Sozial-Netzwerke von einem besonderen Interesse, trotz deren Handlungen bezüglich russischer Medien.

    „Ich denke, nach dem Grad der Attraktivität für westliche Sozial-Netzwerke befinden wir uns unter den ersten fünf Staaten der Welt und das muss einem bewusst werden“, sagte Puschkow bei der Sitzung des russischen Föderationsrates am Donnerstag.

    Demnach zeugen die Handlungen des Kurznachrichtendienstes Twitter, der die Werbung von RT und Sputnik auf seiner Plattform verbot, nicht davon, dass das Unternehmen den russischen Markt verlassen will.

    „Meiner Meinung nach sind die Beschränkungen von Twitter ein Versuch, auf den Druck zu reagieren, den Machtstrukturen der USA auf das Unternehmen ausüben. Sie mussten eine Gegenmaßnahme ergreifen, die bei uns eine gerechte Aufregung auslösen würde, das ist aber kein Versuch, den russischen Markt zu verlassen“.

    Die Attraktivität Russlands als Markt von Informationsressourcen werde derzeit in der Gesellschaft unterschätzt. „Sie (die Attraktivität – Anm. d. Red.) ist durchaus hoch, deshalb haben wir hier ein ziemlich ernstes Argument“, so der Senator.

    Zuvor hatte Twitter beschlossen, Werbung vom russischen Fernsehsender RT und der Agentur Sputnik auf seiner Plattform zu verbieten. Die Entscheidung begründete das Unternehmen mit den anhaltenden Ermittlungen zur angeblichen „russischen Einmischung“ in die US-Präsidentschaftswahlen 2016.

    Später stellte sich jedoch heraus, dass Twitter dem Sender während des US-Wahlkampfs selbst Werbung angeboten hatte. RT hatte das Angebot abgelehnt. Gegenüber der Sonderuntersuchungskommission verschwieg Twitter diese Informationen.

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    Tags:
    Markt, Netzwerk, Werbeverbot, Twitter, Sputnik, RT, Alexej Puschkow, Russland, USA