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17:03 17 Juli 2019
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    Gebäude des polnischen Außenministeriums in Warschau

    Warschau: Ukraine muss für Verbrechen der Vergangenheit büßen

    Gnesener1900
    Politik
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    Die Ukraine trifft heute Entscheidungen, die nicht zur Entwicklung eines historischen Dialoges beitragen, sagte der stellvertretende Außenminister Polens, Bartosz Cichocki, laut dem Portal pap.pl.

    Als Beispiele dafür nannte der Diplomat die „kopflose Rehabilitierung“ der UPA (Ukrainische Aufständische Armee – Anm. d. Red.), das Nutzen von „sowjetischen Formulierungen“ in Bezug auf die Okkupation der Westukraine durch Polen und die „schockierende Entscheidung“ Kiews, die Suche nach den sterblichen Überresten der polnischen Opfer von Militärkonflikten und deren Exhumierung zu verbieten.

    Zudem habe die Ukraine „das Verbrechen von Katyn noch nicht gesühnt“, ergänzte Cichocki. Er meinte damit offensichtlich die Massaker von Wolhynien 1943.

    Cichocki forderte die Regierung auf, auf die Situation, in der Polen die Ukraine weiterhin als einen Verbündeten betrachte, während Kiew eine nicht freundschaftliche Haltung zeige, angemessen zu reagieren.

    Als Massaker von Wolhynien werden Massenmorde an der überwiegend polnischen Zivilbevölkerung der ehemaligen polnischen Ostgebiete durch die Ukrainische Aufständische Armee (UPA) während des Zweiten Weltkrieges bezeichnet. Bei den Massakern wurden etwa 100.000 Polen, aber auch Ukrainer und Angehörige anderer Nationalitäten von ukrainischen Nationalisten ermordet.

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    Tags:
    Verbrechen, Polen, Ukraine