01:06 28 November 2020
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    Die kurdischen Behörden im Norden Syriens haben der russischen Teilrepublik Tschetschenien Frauen und Kinder von Kämpfern der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) überstellt.

    Laut dem Fernsehsender Al Arabiya handelt es sich um Frauen und Kinder von tschetschenischen Terrorkämpfern, die in der im Oktober befreiten ehemaligen „IS-Hauptstadt“ Rakka gefasst worden waren. Wie ein Vertreter der kurdischen de-facto-Autonomie laut AFP sagte, wurden „russische Bürger überstellt, deren Hände nicht mit dem Blut der Syrer beschmiert“ seien. Insgesamt gehe es um 13 Frauen und 29 Kinder. Wann genau die Überstellung stattfand, wird nicht präzisiert. 

    Zuvor hatte Russland eine Kampagne zur Rückführung von Frauen und Kindern aus den vom IS befreiten Territorien gestartet.

    Ende September hatte der russische Präsident Wladimir Putin erklärt, dass Tausende Menschen aus Europa, Russland und anderen postsowjetischen Ländern in den IS-Reihen kämpften. Er sprach von 5000 bis 7000 russischen Bürgern und Bürgern der GUS-Länder.

    Das russische Innenministerium und der Inlandsgeheimdienst FSB nannten später jedoch andere Zahlen: Laut den Behörden kämpfen in Syrien aufseiten des IS 1800 bis 2400 Bürger Russlands, die meisten davon sollen aus dem Nordkaukasus stammen.

     

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    Tags:
    Islamischer Staat, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Wladimir Putin, Tschetschenien, Russland, Syrien