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    Saudi-Arabien deckt sich mit russischen Luftabwehrkomplexen S-400 ein. Der Kaufvertrag sei bereits unterschrieben worden, teilte der Direktor der föderalen Behörde für die militärtechnische Zusammenarbeit mit dem Ausland, Dmitri Schugajew, am Montag dem TV-Sender Rossija 24 mit.

    Zuvor war ein ähnlicher Großvertrag mit der Türkei unterzeichnet worden. Die Türken brauchen russische Systeme zum Schutz ihres Luftraumes. Russische Experten rätseln, wie S-400-Raketen von Saudi-Arabien verwendet werden. „Ob sie dann in Containern nicht an die USA weiter geliefert werden?“, fragt Ruslan Puchow, Direktor des Zentrums für Strategie- und Technologie-Analysen, in einem Interview der Zeitung „Wsgljad“ (Montag).

    Der Experte äußerte die Hoffnung, dass russische Geheimdienste im Vertrag mit Saudi-Arabien entsprechende Kontrollmechanismen vorgesehen hatten, die den Zugang Dritter zu diesen Systemen untersagen würden. „Denn diese Systeme werden nicht nur exportiert, sie sind auch in unserem Land in Dienst“, sagte Puchow.

    Der im vergangenen Oktober vereinbarte und beim jüngsten Besuch von Saudi-Arabiens König Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud in Moskau ausgehandelte Vertrag hat einen Wert von rund zwei Milliarden US-Dollar. Die Liefertermine stehen noch nicht fest.

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    Experten, Abkommen, Verkauf, S-400, Russland, USA, Saudi-Arabien