12:35 25 November 2017
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    Ukraine bricht mit Russland und will daran verdienen – Medien

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    Politik
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    Die Ukraine will nicht nur die diplomatischen Beziehungen zu Russland abbrechen, sondern daran auch Geld verdienen. Diese Ansicht vertreten laut der russischen Zeitung „Iswestija“ einige Abgeordnete von der Präsidentenpartei Block Petro Poroschenko.

    Demnach besprechen die zuständigen Ausschüsse der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) die Außerkraftsetzung eines Abkommens zwischen Russland und der Ukraine, das die Tätigkeit von Kulturzentren regelt. Dabei soll das Ukrainische Kulturzentrum in einer der zentralen Straßen Moskaus, Arbat, geschlossen und sein Gebäude verkauft werden.

    „Sein Nennwert beträgt rund vier Millionen US-Dollar und sein Marktwert – ab 70 Millionen Dollar. Verstehen Sie, wie man davon profitieren kann? Sowohl politisch mit einer Anti-Russland-Geste punkten als auch am Weiterverkauf verdienen“, hieß es von der Partei.

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    Dennoch teilen nicht alle Block-Mitglieder diese Meinung, weil nach der Aufhebung des Vertrags einer der letzten Wege der Zusammenarbeit zwischen den Ländern gesperrt würde. Falls das Zentrum geschlossen und sein Gebäude verkauft werde, „wird es sehr schwer und teuer sein, an den Arbat zurückzukehren“, so ein Sprecher. Man solle „eine Verbesserung der Beziehungen nie ausschließen“.

    Wenn das Gesetz über die Außerkraftsetzung des Abkommens verabschiedet werden sollte, wird auch Moskau das Russische Zentrum für Wissenschaft und Kultur, das sich unweit von Kiews Mitte liegt, schließen müssen.

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    Am 4. Oktober hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko einen Gesetzentwurf über die Reintegration des Donbass ins Parlament eingebracht. Darin wird Russland als „Aggressor“ bezeichnet, der einen Teil des ukrainischen Territoriums „zeitweilig besetzt“ habe. Demzufolge wird jegliche Zusammenarbeit von Ukrainern mit Russland als Hochverrat betrachtet, so der Vorsitzende des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Alexander Turtschinow.

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    Tags:
    Kultur, Alexander Turtschinow, Petro Poroschenko, Donbass, Russland, Ukraine
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